Dienstag, 5. April 2011

Die Svenska Akademien, Verteidiger der schwedischen Sprache

Am 5. April 1786 gründete der König Gustav III. im Stockholmer Börssalen feierlich die Svenska Akademien. In seiner Rede betonte er die Bedeutung der neuen Institution für die schwedische Sprache und stellte die ersten dreizehn, von ihm ausgewählten Mitglieder der Svenska Akademien, vor. Diese Mitglieder sollten ihm weitere fünf Personen nennen, die er dann, falls er mit ihnen einverstanden war, ebenfalls ernennen würde.

Nach König Gustav III., der bei einem Maskenball in der Oper in Stockholm ermordet wurde, sollte die Svenska Akademien nach dem Vorbild Frankreichs „arbeta uppå Svenska Språkets renhet, styrka och höghet“. Das Ziel war daher ein akademisch reines Schwedisch zu schaffen, das von allen gebildeten Bürgern des Landes angewendet werden sollte.

Die Svenska Akademien besteht noch heute aus jeweils 18 Mitgliedern, die immer auf Lebenszeit in das Gremium gewählt werden, jedoch nicht an den Sitzungen teilnehmen müssen. Das bedeutendste Werk der Svenska Akademien ist die „Svenska Akademiens ordlista över svenska språket“, eine Wortliste, die alle Wörter enthält, die in der schwedischen Sprache als korrekt betrachtet werden. Im Jahre 2006 kam die 13. Auflage auf den Markt, die mittlerweile auch von einer Ausgabe auf CD ergänzt wurde.

5. April 1950: Die Karriere der schwedischen Sängerin Agnetha Fältskog
5. April 2007: Maria Gripe, Kinderbücher ohne Gewalt

Copyright: Herbert Kårlin

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