Donnerstag, 2. Februar 2012

Ture Sventon, der merkwürdigste Privatdetektiv Schwedens

Am 2. Februar 1948 kam der erste Band mit der Hauptfigur des Privatdetektivs Ture Sventon in Schweden auf den Markt, ein Antiheld des Autors Åke Holmberg, der mit Ture Sventon vom stereotypen Superhelden, der jugendliche Kriminalromane dominierte, zu einem menschlichen Helden mit Fehlern führen wollte, und dies mit großem Erfolg, denn Ture Sventon eroberte in neun Büchern das Kinderherz und die Bücher gelten noch heute als Klassiker der Jugendliteratur.

Ture Sventon hieß eigentlich Sture Svensson, aber da er wegen einem Sprachfehler ein Problem mit dem Buchstaben S hatte, verwandelten sich viele dieser komplizierten Buchstaben in ein T. Auch die legendären Semlor, die er täglich aß, verwandelte er zu Temlor, ein Begriff, der heute noch völlig geläufig für dieses Gebäck ist. Auch sein Ausdruck „Använd pitolerna bara i nödfall!“ ist für viele Schweden noch ein Begriff, der bei vielen humoristischen Aussagen angewandt wird.

Åke Holmberg schrieb fast ausschließlich Jugendbücher, wobei seine Serie Ture Sventon ihn berühmt machte, denn bereits 1972 wurde ein erster Film mit dem Detektiv gedreht und 1991 folgte ein zweiter. Im Jahre 1989 war Ture Sventon die Hauptfigur des Julkalender (Adventskalender) und 2005 folgte ein Hörspiel. Während der Göteborger Buchmesse wird an einen Jugendkriminalautor der Temmelburken überreicht, ein Preis, der an die Büchse erinnern, in der Ture Sventon seine Temlor aufbewahrte. In Deutschland wurde Ture Sventon zu Teffan Tiegelmann, der eigentlich Stephan Siegelmann hieß.

2. Februar 1911: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger

Copyright: Herbert Kårlin

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