Freitag, 28. Februar 2014

Die schwedische Künstlerin Karin Mamma Andersson

Karin Mamma Andersson kam am 28. Februar 1962 mit dem Namen Anna Karin Andersson im nordschwedischen Luleå zur Welt und studierte anfänglich Skulptur am Konstfack in Stockholm. Bereits 1986 wechselte die Künstlerin dann jedoch zur Königlichen Kunsthochschule über um dort bis 1993 freie Kunst zu studieren. Während einer Ausstellung von Werken der Studenten benutzte Andersson erstmals, mehr aus einem Scherz heraus, den Namen Karin Mamma Andersson, was letztendlich ihr Künstlername wurde unter dem sie mittlerweile allgemein bekannt ist.

Die ersten Werke von Karin Mamma Andersson, die vor allem durch ihre expressionistischen Landschaften bekannt wurde, zeigen noch einen deutlichen Einfluss des Künstlers Dick Bengtsson, da auch die Werke Anderssons durch eine Art Rätsel und verschlungene Konstellationen den Betrachter in eine Unsicherheit versetzen, da die Geschichten, die die Künstlerin in ihren Gemälden unterbringt, dadurch sehr unterschiedlich zu deuten sind. Mittlerweile hat sich Karin Mamma Andersson jedoch technisch und ausdrucksmäßig gesehen vollkommen von Bengtsson gelöst und eine sehr starke eigene Persönlichkeit in ihren Werken geschaffen.

Um den Werken von Karin Mamma Andersson näher zu kommen, muss man mehrere ihrer Bilder gemeinsam betrachten, denn die Künstlerin erzählt in ihren Gemälden Geschichten, die sich wie ein Faden über mehrere Werke erstrecken. Karin Mamma Andersson, die 2010 die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität in Luleå verliehen bekam, kann nicht nur auf einige bedeutende Preise und Ausstellungen zurückblicken, sondern schuf auch die Nobelpreisdiplome für Literatur von 2004 bis 2007. Die meisten ihrer Gemälde finden man gegenwärtig in Museen der USA, da man im europäischen Raum ihre Werke mehr in Form von Ausstellungen präsentiert.


28. Februar 1819: Sophia Isberg, als Künstlerin bekannt als Jungfru Isberg
28. Februar 1912: Prinz Bertil, nahezu an der Spitze Schwedens
28. Februar 1924: Hanna Ouchterlony und die schwedische Heilsarmee 
28. Februar 1960: Der schwedische Künstler Sigfrid Ullman 
28. Februar 1964: Lotta Lotass und die poetische Prosa des Surrealismus

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 27. Februar 2014

Der schwedische Naturwissenschaftler Peter Artedi

Peter Artedi wurde am 27. Februar 1705 unter dem Namen Petrus Archtaedius in einer Priesterfamilie geboren, entschied sich jedoch nach seiner Schulzeit beruflich nicht der Linie seiner Vorfahren zu folgen, denn im Alter von 19 Jahren studierte Artedi an der Universität Uppsala im Hauptfach Naturwissenschaften und besuchte nur die unumgänglichen Vorlesungen in Theologie und Philosophie. Bereits 1728 musste der Student jedoch aus familiären Gründen vorübergehend nach Nordmaling zurückkehren, was seinen Werdegang jedoch bedeutend beeinflussen sollte.

Während seines Aufenthalts im Elternhaus begann Peter Artedi die Pflanzenwelt der Umgebung zu studieren und systematisch zu ordnen. Als Artedi dann zurück an die Universität in Uppsala kehrte, traf er den etwas jüngeren Carl von Linné, dem er seine Begeisterung für die Natur und die Pflanzenwelt vermitteln konnte. Linné beschrieb später selbst welchen Einfluss Artedi auf ihn ausübte, der ihm auch zur bekannten Lapplandreise geraten hatte. Wenn man die botanische Systematik Linnés mit jener von Artedi vergleicht, so stellt man auch hierbei fest, dass jene von Linné in sehr großen Zügen jener seines Vorgängers ähnelt. Die Freundschaft zwischen Linné und Artedi sollte bis zum Tod des letztgenannten halten, wobei es wiederum Linné zu verdanken ist, dass das Hauptwerk Artedis später veröffentlicht wurde.

Im Gegensatz zu Linné sollte Peter Artedi jedoch nicht bei der Botanik bleiben, denn während seines Aufenthalts in England im Jahre 1734 lerne dieser Hans Sloane der Royal Society kennen und hatte damit Zugang zur größten Materialsammlung über Fische, was  dazu führte, dass Artedi sich mehr und mehr mit Fischen zu beschäftigen begann. Nur ein Jahr später in Holland hatte der Forscher seine zwei fundamentalen Werke über Fische und deren Systematik (Bibliotheca Ichthyologica und Philosophia Ichtyologia) abgeschlossen und seinem Freund Linné präsentiert, der mit Artedi bei der gleichen Gelegenheit über sein Manuskript zu Fundamenta Botanica diskutierte. Am Abend des 27. Septembers 1735, nur wenige Tage nach dem Treffen mit Linné, stürzte Peter Artedi in einen Kanal in Amsterdam und ertrank.


27. Februar 1869: Der Göta Kanal, vom Lastverkehr zum Tourismus
27. Februar 1953: Gustaf Hellström und die Gesellschaft in Kristianstad 
27. Februar 1974: Der König Schwedens wird politisch entmachtet 
27. Februar 1981: Die Eisenhütte Domnarvet bei Borlänge in der Krise

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 26. Februar 2014

Anders Chydenius, ein Kämpfer für die Freiheit

Anders Chydenius wurde am 26. Februar 1729 in Sotkamo, im heutigen Finnland, geboren und studierte an der Universität Uppsala Philosophie, wobei er noch ein Jahr vor seinem Magister im Jahre 1754 zum Priester geweiht worden war. Auch wenn Chydenius erst in Nedervetil (Alaveteli) und ab 1770 in Gamlakarleby als Priester arbeitete, so gingen seine Interessen und seine Ambition weit über die Ausübung seines Berufes hinaus.

In seiner Zeit als Kaplan in Nedervetil hatte er in seinem Haus ein regelrechtes Labor eingerichtet in dem er vor allem medizinische Studien durchführte und im Ort auch bald die Rolle eines Arztes, eines Apothekers und eines Chirurgen gleichzeitig einnahm. Parallel dazu machte er sich mit den neuesten Theorien der Nationalökonomie vertraut, was bei seiner Zeit als Priester in Gamlakarleby später weitreichende Folgen haben sollte, da er dort auf Grund seiner Ideen und Kenntnisse als Vertreter der geistlichen Welt der Region ins Parlament gewählt wurde.

Da Anders Chydenius seiner Zeit weit voraus war, muss man ihn heute nahezu als Revolutionär betrachten, der die Lage Schwedens nicht mit den Augen Stockholms sah, sondern Schweden als Gesamtheit betrachtete. Bereits in seinem Werk Källan til rikets vanmagt hatte Chydenius die vom Staat gesteuerte Wirtschaftspolitik verworfen und forderte einen freien Handel. Im gleichen Sinne und mit dem gleichen Ziel setzte sich der Priester und Wissenschaftler auch für die Pressefreiheit, die Freiheit des Wortes und die Religionsfreiheit ein, was ihm unter dem schwedischen Adel sehr bedeutende Feinde schuf und ihm auch bisweilen die Grenzen der Freiheit zeigte, denn während zwei Epochen wurde er als gewählter Repräsentant seiner Region nicht zu Parlamentssitzungen zugelassen. Leider konnte Chydenius nur einen Teil seiner Ideen auch in die Tat umgesetzt sehen.



26. Februar 1416: Christoph von Bayern wird König in Schweden
26. Februar 1577: König Erik XIV, der Nachfolger von Gustav Vasa 
26. Februar 1658: Der Frieden von Roskilde und das heutige Schweden 
26. Februar 1739: Göran Josuæ Adelcrantz und der Fall eines Hofarchitekten 
26. Februar 1814: Johan Tobias Sergel, Ritter des Vasaorden 
26. Februar 1889: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 25. Februar 2014

Gustaf Emanuel Beskow und das Schulwesen

Gustaf Emanuel Beskow wurde am 25. Februar 1834 geboren und hatte sich mit 16 Jahren für eine militärische Karriere entschieden. Allerdings verließ er dann die Kriegsakademie in Karlsberg bereits wenig später um 1852 ein Studium in Theologie an der Universität Uppsala zu beginnen, das er 1857 abschloss, allerdings ohne sich unmittelbar zum Priester weihen zu lassen. Nach einer Bedenkzeit von zwei Jahren wurde Beskow dann jedoch Priester und er begann in verschiedenen Versammlungen in Stockholm als Vikar zu arbeiten.

Sehr früh hatte Gustaf Emanuel Beskow allerdings seine eigenen Idee zu einer religiösen Versammlung und seine für die damalige Zeit sehr moderne Einstellung ermöglichtem ihm das Geld dafür zu sammeln um zuerst ein Grundstück zu kaufen und dann auf diesem eine Kirche zu bauen, die Blasieholmskyrkan, die er nach der Fertigstellung im Jahre 1868 der Kirchenstiftung spendete, was ihm allerdings auch dazu verhalf, dass er vom König Karl XV. beauftragt wurde dort die Hochmessen zu halten, beziehungsweise diese dauerhaft dort einzurichten. In gewisser Weise besaß Beskom daher eine „eigene“ Kirche in Stockholm, was ihm eine große Freiheit in der Verbreitung des christlichen Glaubens bot. Die Blasieholmskyrkan wurde 1964 nach ihrem Verkauf abgerissen.

Aber Gustaf Emanuel Beskow verwirklichte noch einen weiteren seiner Träume, denn bereits 1867 öffnete er die Beskow-Schule (Beskowska skolan), eine private Eliteschule in der bis 1968 ausschließlich Jungen aus der gehobenen Gesellschaftsschicht aufgenommen wurden. Nicht verwunderlich ist daher, dass man unter den Schülern Namen wie Olof Palme, Gustaf V., Verner von Heidenstam, Sven Hedin und zahlreiche andere bedeutende Namen der schwedischen Geschichte und dem kulturellen Leben findet. Erst 1976 wurde der Schulbetrieb in der Beskow-Schule, in der heute die Volksuniversität untergebracht ist, eingestellt.


25. Februar 1764: Carl Gustaf von Brinkman, der Dichter deutscher Seele 
25. Februar 1882: Ludvig Nordström und das Paradies in Nordschweden
25. Februar 1931: Der schwedische Architekt Ove Hidemark
25. Februar 1952: Thomas Ledin, ein Musiker gegen Rassismus 
25. Februar 1978: Acht Personen erfrieren im Jämtland

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 24. Februar 2014

Karl Knutsson wird dreimal König Schwedens

Karl Knutsson, fälschlicherweise auch oft als Karl VIII. bezeichnet, hatte in seiner Jugend zahlreiche Reisen in andere Länder unternommen um dort sowohl die Sprachen als auch die Kriegskunst dieser Länder zu studieren. Zur Politik kam er denn jedoch in jener Zeit, als Engelbrekt Engelbrektsson das Volk anführte und nahezu die Macht über Schweden übernommen hatte, wobei jedoch Karl Knutsson bereits verstanden hatte, dass man die Macht weniger mit Waffengewalt, sondern über Diplomatie, Verbindungen und Intrigen gewinnen kann.

Was sich jedoch als idealer Weg zur Macht zeigte und dazu führte, dass Karl Knutsson, der vermutlich am 1. Oktober 1408 geboren wurde, sowohl 1448, 1464 und 1467 zum König Schwedens gewählt wurde, hatte auch den gegenteiligen Effekt, denn dieser Weg zur Macht führte auch zu vielen Feinden, die Knutsson die Krone auf die gleiche Weise nehmen wollen. Karl Knutsson musste daher seine Macht jeweils nach relativ kurzer Regierungszeit wieder abgeben und die Krone Norwegens konnte er sogar nur ein Jahr lang behalten.

Das erste Mal stolperte Karl Knutsson über den Erzbischof Jöns Bengtsson, da der König die Macht der Kirche unterschätzt hatte. Nach Meinung des Erzbischofs machte sich der König zu sehr unabhängig von der Kirche und zum anderen hatte er zahlreiche Güter der Kirche beschlagnahmt, was der Erzbischof sehr deutlich bei der Bevölkerung ze verbreiteten verstand. Als dann Knutsson auch noch den Krieg gegen Dänemark zu verlieren riskierte und das Volk verarmte, kam es daher zum Aufstand, den Jöns Bengtsson anführte, der bereits einen neuen und kirchenfreundlichen König im Auge hatte. Am 24. Februar 1457 setzte der Erzbischof dann Karl Knutsson ab und der ehemalige König musste nach Danzig fliehen, einem Exil, das er erst 1464 wieder verließ um erneut zum König Schwedens gewählt zu werden.


24. Februar 1389: Die Bedeutung der Schlacht bei Åsle
24. Februar 1708: Israel Holmström und die Gesellschaftspoesie des Barock 
24. Februar 1925: Hjalmar Branting wird zum dritten Mal Ministerpräsident 
24. Februar 1933: Der schwedische Reichsverband für sexuelle Aufklärung 
24. Februar 1972: Sven Markelius und die schwedische Funkis-Bewegung

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Sonntag, 23. Februar 2014

Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft

Magnus Stenbock. Der am 12. Mai 1665 geboren wurde, gehört zu jenen Männern der schwedischen Geschichte, die durch ihre Leistungen zu größten Ehren kamen, aber durch ihren Fanatismus und ihre Überheblichkeit stolperten. Für Magnus Stenbock bedeutete dies, dass er am 23. Februar 1717 im Alter von 51 Jahren in einem dänischen Verlies unter den übelsten Verhältnissen starb. Auf Grund seiner Leistungen für Schweden wurde jedoch sein Leichnam nach Uppsala gebracht um dort in der Kathedrale beerdigt zu werden. In Helsingborg findet man selbst eine Ritterstatue des Feldherren, was extrem selten ist für Schweden, da dort normalerweise nur Könige zu Pferde abgebildet wurden.

Der Aufstieg von Magnus Stenbock begann nach einigen Reisen in den Jahren 1684 und 1685 nach Holland und Frankreich, als er sich entschied in den militärischen Dienst einzutreten. Auf Grund seiner Reisen wurde er von Karl XI. 1688 an der Spitze einer Hilfstruppe nach Holland geschickt um die Niederlande gegen Frankreich zu verteidigen. Bei der Schlacht bei Fleurus nur zwei Jahre später war der Name Magnus Stenbock in aller Munde, da er dabei extremen Mut bewiesen und persönlich einige französische Soldaten gefangen genommen hatte. Zwölf Jahre lang bewies der Feldherr seine Fähigkeiten, in Narva, Kliszów, Helsingborg und Gadebusch, bis es 1713 zur Kapitulation bei Tönningen kam und Stenbock von den Dänen gefangen genommen wurde.

Zu Beginn seiner Gefangenschaft wurde Magnus Stenbock auch in Dänemark wie ein großer Feldherr behandelt, lebte in einem Palast und durfte jede Art von Besuchen empfangen. Nachdem Stenbock jedoch bei diesen Treffen und seinem regen Briefwechsel Geheimnisse an die Schweden weitergab, wurde er ein Jahr später von den Dänen der Spionage angeklagt und ins Kastell Fredrikshavn transportiert. Aber auch hier intrigierte Magnus Stenbock noch gegen die Dänen und arbeitete auch einen Fluchtplan aus. Als jedoch die Dänen den in seinen Briefen angewandten Code entschlüsselt hatten und daher über alle seine Pläne und Kontakte informiert waren, war die Geduld des dänischen Königs endgültig zu Ende und er wurde im übelsten Verließ der Festung untergebracht. Jedes seiner Gnadengesuche wurde auf Grund seines Verhaltens abgelehnt, so dass er nach nur wenigen Jahren in Gefangenschaft starb.


23. Februar 1868: Anna Maria Viktoria Uddgren und die erste Strindberg-Verfilmung 
23. Februar 1901: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens 
23. Februar 2002: Die schwedische Version von Chess kommt nach Schweden
23. Februar 2012: Prinzessin Estelle kommt zur Welt 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 22. Februar 2014

Bror Emil Hildebrand, der Gründer des Historischen Museums

Bror Emil Hildebrand wurde am 22. Februar 1806 in Madesjö im Småland geboren und hatte sich im Grunde dazu entschlossen die Laufbahn eines Priesters zu ergreifen, denn 1820 schrieb er sich im Alter von 14 Jahren in der theologischen Fakultät der Universität Lund ein. Sehr schnell erkannte Hildebrand jedoch, dass Religionswissenschaft nicht seinen wahren Interessen entsprach und er ging zur Geschichtswissenschaft über, machte 1826 den Magister in Philosophie und nur drei Jahre später wurde er Dozent für Numismatik. Im Jahre 1831 nahm der Wissenschaftler dann eine Stelle beim Münzkabinett in Stockholm an und wenig später wurde er, unter Hans Järta, Kanzleiangestellter im Reichsarchiv.

Die Geschichtsinteressen von Bror Emil Hildebrand waren sehr weitgreifend, denn er begnügte sich nicht mit der rein wissenschaftlichen Laufbahn, der Archivierung von Material und seinen Publikationen, sondern er dehnte seine Aufgabe auch auf die praktische Archäologie aus und nahm an mehreren Ausgrabungen im Västergötland teil. Hildebrand war auch der erste Archäologe Schwedens, der sich an die Königshügel in Uppsala machte und dabei die Ausgrabungen des Hügel Odens leitete, der heute als Östhögen (Osthügel) bezeichnet wird. Erst die Ausgrabung des dritten Hügels übergab Hildebrand dann einem seiner Schüler, zumal nicht zu erwarten war, dass man dort einen wirklich bedeutenden Fund machen würde.

Neben seiner Tätigkeit auf dem Feld und der Lehre, machte sich Bror Emil Hildebrand vor allem verdient durch seinen Einsatz für die geschichtlichen Sammlungen Schwedens, denn 1846 konnte er Gelder einsammeln, die es ihm ermöglichten größere Räume für die historischen Sammlungen zu erhalten und acht Jahre später gelang es ihm sogar für das gesamte Museum einen Platz im Nationalmuseum zu erhalten. Da diese Sammlungen bereits unter Hildebrand immer umfangreicher wurden, war der Platz für die Abteilung „Historisches Museum“ dort jedoch bald zu eng und 1936 wurde der Traum des am 30. August 1884 verstorbenen Historikers erfüllt und die Sammlungen erhielten ein eigenes Gebäude, das Statens Historiska Museum in Stockholm.


22. Februar 1812: Die Künstlerin und Schriftstellerin Emily Nonnen
22. Februar 1832: Christina Charlotta Cederström, eine unveröffentlichte Dichterin 
22. Februar 1979: Umweltskandal in Skåne 
22. Februar 2011: Laila Westersund, eine Karriere mit bereits vier Jahren

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 21. Februar 2014

Der schwedische Architekt Olof Tempelman

Olof Tempelman wurde am 21. Februar 1745 in Källstad im Östergötland geboren und wurde, da sein Vater starb als er drei Jahre alt war, von seinem Onkel aufgezogen, der dem Jungen in einem gut situierten Haus die beste Erziehung und Ausbildung zukommen ließ. Aber auch wenn Tempelman sehr früh eine künstlerische Neigungen zeigte, so schrieb er sich im Alter von 18 Jahren an der Universität Uppsala ein und studierte dort Theologie und arbeitete parallel dazu als Privatlehrer.

Bereits während der Studienzeit zeigte sich jedoch, dass Olof Samuel Tempelman sich sehr wenig um eine Zukunft als Theologe kümmerte, sondern  sich mehr und mehr der Naturwissenschaft zuwandte und sich mit den Lehren von Carl von Linné, Anders Celsius und Daniel Melander vertraut machte. Das Ergebnis davon war, dass Tempelman seinen Magister auch nicht in Theologie, sondern in Physik ablegte. Seine Magisterarbeit schrieb Tempelman zu jener Zeit als er bei Carl Fredrik Adelcrantz beschäftigt war, wo sich der Naturwissenschaftler erstmals für Architektur zu interessieren begann und als er dann auch noch den Staatsarchitekten Carl Henrik König kennen lernte, änderte sich seine Laufbahn erneut.

Das erste große Projekt verdankte Olof Tempelman dann König Gustav III., der ein Opernhaus bauen wollte. Auch wenn die Leitung des Baus offiziell von Adelcrantz getragen wurde, war es Tempelman, der in dessen Auftrag die Pläne erstellte und den Bau überwachte. In den Folgejahren erhielt Tempelman dann von seinem Vorgesetzten immer mehr Aufgaben zum Bau von Kirchen und öffentlichen Gebäuden übertragen, wobei mehrere Auslandsreisen Tempelmans auch dazu führten, dass der Architekt sich von den Ideen seines Vorgesetzen löste und einen persönlichen Baustil entwickelte. Seine Leistungen führen letztendlich dazu, dass Tempelman 1780 zum Professor an der Kunstakademie in Stockholm ernannt wurde und 1799 auch zum Hofarchitekten aufstieg. Bald danach verhinderten jedoch Augenprobleme weitere Bauprojekte und Tempelman ging mehr und mehr zum Unterricht über. Am 27. Juli 1816 starb Olof Tempelman im Alter von 71 Jahren in Stockholm.


21. Februar 1808: Der Finnische Krieg beginnt 1808 in Abborrfors (Ahvenkoski)
21. Februar 1861: Lars Levi Læstadius, der Apostel der Samen 
21. Februar 1950: Håkan Nesser und Kommissar Van Veeteren 
21. Februar 1950: Håkan Nesser, Van Veeteren und Barbarotti
21. Februar 1976: Die ersten Paralympischen Winterspiele in Örnsköldsvik

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 20. Februar 2014

Anders Jönsson und die schwedische Textilindustrie

Anders Jönsson wurde am 20. Februar 1816 in Holsljunga im Västergötland geboren und arbeitete bereits sehr früh in der schwedischen Textilindustrie, da er von seinem Vater das Geschäft übernahm und Rohmaterial wie Baumwolle und Lein einkaufte um über Heimarbeit von den Frauen der Umgebung hochwertige Textilien herstellen zu lassen, die er dann sowohl in Schweden verkaufte als auch exportierte. Das Gebäude in dem sein Vater die Firma gegründet hatte und in dem Anders Jönsson aufwuchs, gehört heute zur Sammlung der historischen Gebäude des Freilichtmuseums in Borås.

Ursprünglich war Anders Jönsson nur einer von vielen Textilunternehmen dieser Art in den sogenannten Sjuhäradsbygden, die heute aus sieben Gemeinden bestehen in deren Zentrum man Borås findet. Seine Chance kam, als das größte Unternehmen, die Borås Weberei (Borås Wäfveri) im Jahre 1876 in finanzielle Schwierigkeiten kam und Kapital benötigte. Jönsson schlug zu und übernahm die Hälfte sämtlicher Aktien des Unternehmens, blieb jedoch im Hintergrund, denn obwohl er in diesem Jahr seinem Sohn alle Entscheidungen über die Firmenführung übergabt, blieb der vorherige Besitzer, Johannes Pettersson, weiterhin als Geschäftsführer eingetragen.

Bereits 1881 übernimmt dann jedoch Anders Jönsson das Gesamtkapital der Weberei, aber als er vier Jahre später Witwer wird, übergibt Jönsson jeweils 25 Prozent der Aktien an seinen Sohn Alfred Jönsson und seine Tochter Bernhardina Jönsson, die mit dem Adeligen Anders Bergengren verheiratet war, also jener Familie verbunden war, die später die Borås Weberei übernahm und daraus ein Textilimperium aufbaute, das allerdings 2010 den Konkurz beantragen musste und ein Jahr später neue Besitzer erhielt. Noch heute gilt Borås als das Zentrum der Textilindustrie Schwedens, auch wenn die Produktion heute nur noch sehr bescheiden ist.


20. Februar 1636: Die Entwicklung der schwedischen Post
20. Februar 1856: Carl David Skogman und wie Wirtschaftspolitik Schwedens
20. Februar 1903: Der schwedische Maler Gotthard Werner 
20. Februar 1916: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises 
20. Februar 1917: Gustaf von Platen, journalistische Romane ohne Skandale 
20. Februar 1955: Klas Östergren, das exzentrische literarische Genie

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 19. Februar 2014

Arvid Olson und die Filmanimation in Schweden

Als Arvid Olson am 19. Februar 1978 in Stockholm starb, ging er zwar auch als künstlerischer Maler in die Geschichte Schwedens ein, viel mehr jedoch wegen seinem persönlichen Engagement im Filmgeschehen, da er den Film Schwedens geradezu revolutionierte, obwohl Olson weder den ersten noch den besten Film Schwedens realisierte. Und doch gehört Olson zu den Pionieren, die nahezu die gesamte Filmentwicklung des Landes beeinflusste, sowohl auf dem weißen Tuch als auch hinter einer Kamera..

Ursprünglich hatte Arvid Olson an der Kunsthochschule Valand in Göteborg Malerei studiert, eine Ausbildung, die er an der Konstnärsförbundets tredje skolan in Stockholm, wo gleichzeitig auch Isaac Grünewald und Leander Engström  studierten, fortsetzte. Seine erste Ausstellung hatte der Künstler dann 1915 in Umeå und die folgenden erst wieder ab Mitte der 50er Jahre, denn sein Hobby, der Film, ließ ihm viele Jahre lang keine Zeit mehr für die Malerei.

Zwischen der Ausstellung in Umeå und 1924 trat Arvid Olson kaum an die Öffentlichkeit, auch wenn man weiß, dass er in dieser Zeit an Filmanimationen arbeitete. 1924 änderte sich dies plötzlich, als Olson seinen ersten Film beendet hatte, dem anschließend rund 100 animierte Filme folgen sollten, wobei Olson an Propagandafilmen, Reklame und sehr kurzen Kinofilmen gleichzeitig arbeitete. 1925 konnte der Filmer auch die Svensk Filmindustri davon überzeugen im Palladium in Stockholm vor den Hauptfilmen animierte Reklame zu zeigen. 1930 folgte dann Olsons erster animierter Tonfilm Kronans Månförmörkelse und nur vier Jahre später hatte er den ersten schwedischen animierten Farbfilm fertig gestellt und damit Schweden auf die internationale Filmkarte gesetzt. Mit dem Erfolg der Langfilme von Ingmar Bergman wurde Arvid Olson dann jedoch nahezu vergessen, ausgenommen von der Werbebranche, die ihn als den Gründer des Reklamefilms betrachtet.


19. Februar 1719: Georg Heinrich von Görtz wird hingerichtet
19. Februar 1734: Nils Philip Gyldenstolpe in adeligem Kreis
19. Februar 1859: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger 
19. Februar 1865: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern 
19. Februar 1930: Kjell Espmark, ein Leben für eine unsterbliche Literatur 
19. Februar 1990: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Dienstag, 18. Februar 2014

Anders Zorn, der internationalste Maler Schwedens

Anders Zorn wurde am 18. Februar 1860 in Utmelandsby bei Mora geboren, wobei der Nachname Zorn von Seiten seines deutschen Vaters kommt, der eine kurze Affäre mit einer Schwedin aus Dalarna hatte, was wiederum zur Geburt des Künstlers führte. Da die Mutter jedoch arbeiten musste, wuchs der junge Zorn bei den Großeltern mütterlicherseits auf. Als Anders Zorn zwölf Jahre alt war, starb sein Vater, den er nie kennenlernte, und dank eines kleinen Erbes konnte der Junge nach Enköping ziehen wo er nicht nur eine grundlegende Schulbildung erhielt und Hochschwedisch lernte, sondern auch zu zeichnen begann. Einige dieser Skizzen sind heute im Zornmuseum in Mora zu sehen.

Ab 1875 studierte Anders Zorn an der Königlichen Akademie für Frei Kunst in Stockholm und ging vom Holzschnitt und der Zeichnung auf die Malerei über, was sich als sehr gute Entscheidung zeigte, da er ab 1880 mit seinen Aquarellen in den schwedischen Künstlerkreisen Aufsehen erregte und seine Portraits so realistisch waren, dass er von den angesehensten Familien des Landes mit zahlreichen Portraits beauftragt wurde. Diese Aufträge erlaubten es Zorn dann auch ab 1881 sehr viel auf Reisen zu gehen.

Seine ersten Reisen führten Anders Zorn nach England und Spanien. In Madrid schuf der Künstler dann 1885 sein Werk Kärleksnymf (Liebesnymphe), das ihn weltweit bekannt machte und dazu führte, dass er von spanischen und portugiesischen Adeligen mit Portraits beauftragt wurde die ihm ein sorgloses Leben erlaubten. Als Zorn 1885 als bereits international bekannter Maler nach Schweden zurückkehrte, heiratete er Emma Lamm und er ließ sich in Lesselby bei Mora nieder. Bis zu seinem Lebensende unternahm Zorn jedoch sehr ausgedehnte Reisen in die verschiedensten Länder, fast immer mit Aufträgen von Portraits verbunden. Der Ruf des schwedischen Malers war ab 1892 so bedeutend geworden, dass er auch damit beauftragt wurde Portraits einiger amerikanischer Präsidenten zu malen, unter anderem von Theodore Roosevelt. Als Anders Zorn am 22. August 1920 in Mora starb, hinterließ er ein Erbe von rund sechs Millionen Dollar, die er dem schwedischen Staat zur Errichtung eines Museums spendete. Seit dem Tod von Emma Zorn im Jahre 1942 ist der Zorngården Teil des Zornmuseums in Mora.


18. Februar 1527: Peder Jakobsson wird als Staatsfeind hingerichtet
18. Februar 1862: Die Männergesellschaft Concordia in Örebro
18. Februar 1908: Das Dramaten in Stockholm, das Nationaltheater Schwedens 
18. Februar 1956: Ted Gärdestad und der Tod unter der Eisenbahn 
18. Februar 1960: Per Hallström, der Schriftsteller der nordischen Schwermut
18. Februar 1981: Ebba von Sydow, Trendbücher die eine Generation beeinflussen

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 17. Februar 2014

Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens

Arvid Källström wurde am 17. Februar 1893 als Sohn der beiden Bildhauer Edward Källström und Ida Pettersson geboren und erlebte daher bereits als Kind die Welt der Kunst. Bereits als Sechszehnjähriger schuf er dann die ersten eigenen Werke ohne jedoch eine Kunstschule besucht zu haben, ein Wunsch, den er erst im Jahre 1916 verwirklichen konnte, als er auf Empfehlung von Carl Eldh vier Jahre lang an der Kunstakademie in Kopenhagen studieren konnte. Nach dem Studium und seiner Ehe ging Källström dann 1920 nach Paris um dort seine Kenntnisse zu perfektionieren. Sein Pariser Atelier hatte der Künstler im gleichen Gebäude wie Isaac Grünewald und Fernand Léger.

Im Jahre 1934 kehrte Arvid Källström zurück nach Stockholm und drei Jahre später zog er nach Påskallavik bei Oskarshamn um dort 30 Jahre lang im sogenannten Källströmsgården als Skulpteur aktiv zu bleiben, auch wenn ihn seine Arbeit sehr häufig nach Öland, Gotland und auch nach Västergötland führte, wo man einige seiner bedeutendsten Werke im öffentlichen Raum finden kann. Sehr eindrucksvoll sind jedoch vor allem die Werke Källströms im Källströmsgården in Påskallavik, wo man während der Sommermonate auch einige späte abstrakte Skulpturen des Künstlers finden kann. Leider sind der Garten und die Ausstellungsräume nur von Mittsommer bis Ende August für die Allgemeinheit geöffnet.

Arvid Källström gehört mit zu den außergewöhnlichsten Skulpteuren Schwedens, da er nicht nur mit nahezu jedem Material arbeitete und sowohl auf traditionelle Weise als auch abstrakt arbeitete, sondern auch, weil er während seines Lebens etwa 3000 Kunstwerke schuf, darunter knapp 100 für den öffentlichen Raum. Um die Schaffenskraft Källströms wirklich erfassen zu können, muss man nur einen Streifzug durch die Kirchen Smålands machen, da er dort die deutlichsten Spuren hinterlassen hat und Skulpturen einiger Heiligen schuf, Taufbecken formte, Altarausätze schuf, an Orgelfassaden arbeitete und auch einig Kruzifixe schuf.


17. Februar 1347: Die Geschichte der Kupfergruben in Falun 
17. Februar 1753: Schweden greift zum Gregorianischen Kalender 
17. Februar 1859: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes
17. Februar 1931: Hitler und Goebbels erhalten in Stockholm Redeverbot
17. Februar 1992: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 16. Februar 2014

Die politisch satirische Zeitung Söndags-Nisse

Als am 16. Februar 1862 die politisch satirisch Wochenzeitung Söndags-Nisse erstmals erschien, hatten Gustaf Wahlbom als Verleger und Lorentz Reinhold Leonhard Götberg als Redakteur nicht nur die Presse Schwedens revolutioniert, sondern auch die erste illustrierte nordische Zeitung für Humor und Satire geschaffen bei denen die Illustrationen im Vordergrund standen, die zu Beginn zudem ohne jede Signatur veröffentlicht wurden, auch wenn man heute weiß, dass der Verleger und der Redakteur diese anfertigten.

Wahlbom und Götberg hatten die Idee für die Zeitung aus Amerika übernommen und sahen mit Söndags-Nisse die Möglichkeit auf ironische Weise aktuelles Zeitgeschehen an die Öffentlichkeit zu tragen, eine Methode, die der Zeitung sehr schnell zum Erfolg verhalf, wobei erstaunlich ist wie viele der „angesprochenen“ Themen noch heute, wenn auch auf modernere Weise, ihre Gültigkeit behalten haben und dem Leser das politische Denken aller Zeiten sehr deutlich näher bringen.

Die Zeitung Söndags-Nisse erschien von 1862 bis 1924 regelmäßig einmal die Woche und zog einige der bekanntesten Karikaturisten und Humoristen Schwedens an, allen voran Oskar Andersson, Frans Hodell und Hans Zetterström. Im Jahr 1924 vereinte sich Söndags-Nisse mit der humoristischen Zeitung Strix, die im Jahre 1897 entstanden war und unter seinen Autoren und Zeichnern Namen wie Gustaf Fröding, Verner von Heidenstam, Carl Larsson oder Bruno Liljefors zählte. Leider wurde die neue Zeitung Söndagsnisse-Strix dann im Jahre 1955 eingestellt. Eine kurze Auferstehung erlebte Nya Söndagsnisse-Strix nochmals als Beilage zum Grönköpings Veckoblad, das seinerseits im Jahre 1902 als Beilage zu Söndags-Nisse erschienen war. Wegen der schlechten finanziellen Lage wurde jedoch auch der Nya Söndagsnisse-Strix 2006 endgültig zu Grabe getragen.


16. Februar 1758: Der Kriegsheld Georg Carl von Döbeln
16. Februar 1869: Oscar Patric Sturzen-Becker, ein literarischer Revolutionär 
16. Februar 1880: Hjalmar Lundgren, Literatur und Lakalpatriotismus 
16. Februar 1895: Fredrik August Dahlgren, der schwedischen Sprachforscher 
16. Februar 1945: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat 
16. Februar 1957: Ingmar Bergmans Film „Das siebente Siegel“
16. Februar 1962: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen 
16. Februar 1969: Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten) 
16. Februar 1987: Carl von Linné ersetzt König Gustav II. Adolf 
16. Februar 1999: Björn Afzelius und die politische Kritik

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 15. Februar 2014

Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens

Casten Rönnow wurde am 15. Februar 1700 in Karlshamn geboren, verbrachte jedoch einen Teil seiner Kindeheit und seiner Jugend bei seinem Onkel Johan Lorents Rönnow, der Feldarzt in Göteborg war, da seine Eltern beide im Jahre 1710 an der Pest gestorben waren. Bei seinem Onkel machte Casten Rönnow auch sein Praktikum als Feldarzt bevor er 1718 unter Karl XII. in der Eigenschaft als Feldmediziner am norwegischen Feldzug teilnahm. Im Anschluss daran studierte Rönnow bei Olof Rudbeck dem Älteren an der Universität Uppsala Medizin.

Auf Grund seiner überragenden Fähigkeiten und Kenntnisse erhielt Casten Rönnow am Ende seiner Ausbildung ein Stipendium um in Paris sein Studium zu vervollständigen. Im Jahre 1730 wurde Rönnow im französischen Reims dann Doktor der Medizin. In den Folgejahren praktizierte der Arzt in Frankreich und 1734 wurde er zum Leibarzt des polnischen Königs Stanislaw Leszczuríski ernannt. Als dieser zwei Jahre später abdankte, folgte ihm Rönnow nach Lothringen um dort ein Krankenhaus und das Gesundheitswesen aufzubauen. In dieser Zeit war der Ruf des ausgezeichneten Arztes auch nach Schweden gelangt und er erhielt von dort ein hervorragendes Angebot, dem er folgte.

Casten Rönnow, der 1759 in den Adelsstand aufgenommen wurde und in weiten Kreisen auch als Miniaturmaler bekannt war, verfügte über die bedeutendste medizinische schwedische Bibliothek seiner Zeit, aber seine Bücher sind, bis auf einige wenige Exemplare, spurlos verschwunden. Ein ähnliches Schicksal erlitt fast auch sein Herbarium, das erst 1899 im Karolinska Institutet wieder entdeckt wurde. Rönnow hatte dieses Herbarium bereits angelegt als Carl von Linné noch ein Kind war, diente diesem jedoch kaum, da Casten Rönnow damit nicht an die Öffentlichkeit getreten war. Dieses Herbarium wurde mittlerweile digitalisiert und kann in allen schwedischen Bibliotheken konsultiert werden, wobei die angegebenen lateinischen Namen der Pflanzen allerdings noch aus der Zeit vor Linné stammen.


15. Februar 1362: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten 
15. Februar 1794: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker 
15. Februar 1819: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens
15. Februar 1820: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
15. Februar 1950: Christer Gustav Svensson, genannt Stoffe, und das Heroin

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 14. Februar 2014

Carl Eneas Sjöstrand und das finnische Kalevala

Als Carl Eneas Sjöstrand am 14. Februar 1905 in Stockholm starb, so war der schwedische Künstler zwar im ganzen Land bekannt, aber die Mehrheit seiner Kunstwerke schuf er in Finnland, dem Land, das ihn nahezu als Nationalskulpteur betrachtet zumal er auch viele Jahre in Finnland verbracht hatte und, unter anderem, die Nationalhelden Johan Ludvig Runeberg und Elias Lönnrot in Stein geschlagen hat, Personen, die die Entstehung des heutigen Finnland symbolisieren.

Carl Eneas Sjöstrand studierte von 1848 bis 1855 an der Stockholmer Kunstakademie und setzte seine Studien anschließend beim Bildhauer Vilhelm Bissen und dem Kunsthistoriker Niels Laurits Høyen in Kopenhagen fort. Bevor der Künstler dann ein Jahr später nach Schweden zurückkehrte, schuf er das Fries Wäinämöinens Gesang aus dem finnischen Epos Kalevala, das in Finnland unmittelbar als Meisterwerk betrachtet wurde und dazu führte, dass Fredrik Cygnæus den Künstler nur ein Jahr später nach Finnland einlud um dort ein Monument mit Porthan zu schaffen, einer Person aus dem einleitenden Teil der Kalevala.

Bevor Carl Eneas Sjöstrand jedoch der Einladung von Cygnæus Folge leistete, besuchte er noch zwei Jahre lang die Kunstakademie in München, verbrachte weitere zwei Jahre in Rom und arbeitete erneut zwei Jahre in Stockholm. Im Jahre 1863 zog Sjöstrand dann jedoch mit seiner Frau Selma Herminia von Stahl nach Finnland um erst in Åbo (Turku) die Statue von Porthan zu vollenden und in Helsingfors (Helsinki) eine Kunstschule zu gründen. Seine Leistungen für die finnische Kunstgeschichte führte auch dazu, dass Sjöstrand noch heute als der Begründer der finnischen Bildhauerkunst gilt. Sjöströms Büste des finnischen Nationaldichters Johan Ludvig Runeberg kann man im Kunstmuseum in Göteborg betrachten.


14. Februar 1844: Der schwedische Ministerpräsident Robert Themptander
14. Februar 1900: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
14. Februar 1944: Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall 
14. Februar 1960: Sven Lidman, ein Nihilist wird zum Autor von Psalmen 
14. Februar 1995: Metro, die kostenlose Tageszeitung Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Donnerstag, 13. Februar 2014

Tore Fredrik Wretman und die schwedische Kochkunst

Als Tore Fredrik Wretman am 13. Februar 2003 in Stockholm starb, galt er als der Erneuerer der schwedischen Küche, der nicht nur den Smörgåsbordet und die Hausmannskost wieder in die schwedischen Restaurants gebracht hatte, sondern durch seine Radio- und Fernsehsendungen auch die gesamte schwedische Kochkunst erneuert hatte und in jedes Heim des Landes geführt hatte. Als einer der Gründer der gastronomischen Akademie ist sein Name auch heute noch sehr eng mit der schwedischen gehobenen Küche verbunden.

Tore Fredrik Wretman, der zum Ehrendoktor ernannt wurde und die Professorenwürde verliehen bekam, hatte seine gastronomische Karriere im Jahre 1932 begonnen, als er als Sechzehnjähriger im Hotel Continental in Stockholm zu arbeiten begann, allerdings bereits ein Jahr später zum legendären Maxim in Paris wechselte. Fünf Jahre lang machte sich Wretman dort mit der französischen Küche vertraut bevor er nach Schweden zurückkehrte um dort für Sara Reuterskiöld zu arbeiten. Seine Arbeit im Restaurant Regnbågen dauerte jedoch nur sehr kurze Zeit, da der Kuchenchef zum Wehrdienst einberufen wurde.

Nach Abschluss des Wehrdienstes ging Tore Fredrik Wretman dann in die USA um die dortige Kochkunst zu entdecken. Als er 1941 mit einem finnischen Schiff nach Skandinavien zurückkehren wollte wurde jedoch dieses vor Island von den Briten nach London umgeleitet wo Wretman dann bis 1943 im Savoy an der Rezeption arbeitete. Erst zwei Jahre später konnte Wretman dann wieder schwedischen Boden betreten. In Stockholm arbeitete der Küchenchef dann zwei Jahre lang im Operakällaren bevor er sein eigenes Restaurant eröffnete, dem einige weitere folgten bis er 1955 den Operakällaren übernehmen konnte und damit das führende Restaurant Schwedens besass. Dort verwandelte er, durch Einführung anderer Rohwaren, Anwendung von Gewürzen und der Einführung von damals exotischen Früchten, die schwedische Hausmannskost zu dem was man heute im gehobenen Niveau davon erwartet.


13. Februar 1660: Karl X. Gustav stirbt an einer Blutvergiftung
13. Februar 1834: Der schwedische Künstler Alfred Wahlberg
13. Februar 1950: Die schwedische Schauspielerin Eva Britt Remaeus 
13. Februar 1995: Metro, eine kostenlose Tageszeitung wird gegründet

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 12. Februar 2014

Die schwedische Sängerin Sophie Zelmani

Sophie Zelmani wurde am 12. Februar 1972 als Sophie Edkvist in Stockholm geboren und nahm für ihre musikalische Karriere den Mädchennamen ihrer Mutter an. Zur Musik kam Zelmani im Jahre 1986, als ihr Vater starb und ihre damalige Welt zusammenbrach. Nach dem Tod schrieb die Sängerin ihr erstes Lied um das Geschehen zu überwinden. Da die Musik eine positive Wirkung auf sie hatte, blieb Sophie Zelmani bei der Musik und nachdem ihr ihr Stiefvater auch das Gitarre spielen beigebracht hatte, stand dem Erfolg kaum noch etwas im Weg.

Allerdings sollte es noch neun Jahre dauern bis Sophie Zelmani ihre erste Single Always You veröffentlichte, die unmittelbar ein Erfolg wurde und der Weg zu einer internationalen Karriere öffnete. Dass Zelmani tatsächlich Sängerin wurde, war jedoch zum Teil einem Zufall zu verdanken, denn nachdem sie die Schule abgeschlossen hatte, begann sie erst als Mädchen für Alles in einem Musikstudio zu arbeiten, was ihr die Möglichkeit gab einige Demobänder aufzunehmen, die sie anschließend an die verschiedensten Plattenfirmen schickte, bis schließlich Sony Music sich bei ihr meldete.

Sophie Zelmani gehört zu jenen schwedischen Sängerinnen, die allein mit ihrem Können überzeugen mussten, denn es gibt kaum einen Künstler, der so wenige Interviews gibt wie Zelmani und dabei noch fast jeden Journalisten zur Verzweiflung bringt, da sie auf Fragen in der Regel mit einem einzigen und dem kürzest möglichsten Satz antwortet. Noch heute kursiert das Gerücht, dass Sophie Zelmani, deren Musik von Bob Dylan und Leonard Cohen beeinflusst ist, während ihres ersten Fernsehinterviews nur zwei Worte geäußert habe. Sicher ist dies etwas übertrieben, aber es spiegelt die Zurückgezogenheit der Künstlerin.


12. Februar 1579: Der Psalmenverfasser Laurentius Petri Gothus
12. Februar 1771: Adolf Fredrik stirbt an einer Lebensmittelvergiftung
12. Februar 1959: Die schwedische Sängerin Susanne Alfvengren

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 11. Februar 2014

Hedvig Taube, die erste offizielle Maitresse Schwedens

Als Hedvig Taube am 11. Februar 1744 in Stockholm noch im Kindbett starb, ging sie als die erste offizielle Geliebte eines schwedischen Königs in die Geschichte ein und nicht als Königin, denn sie starb nur wenige Monate bevor Fredrik I. sie heiraten und damit auch die gemeinsamen Kinder anerkennen konnte, denn Königin Ulrika Eleonora war erst 1741 gestorben und eine Ehe mit Hedvig Taube musste erst noch von der Priesterschaft und dem Reichstag toleriert werden.

Dass Hedvig Taube 1730 als Maitresse an den schwedischen Hof kam, lag wiederum an ihrem hoch verschuldeten Vater, der seine Tochter gewissermaßen an Fredrik I. verkaufte, da er damit schuldenfrei wurde und er und seine andere Kinder gesellschaftlich aufstiegen. Auch wenn vom ersten Tag an allgemein bekannt war, dass Hedvig Taube die Geliebte des Königs war, so war sie zwischen 1730 und 1734 offiziell die Hofdame der Königin. Erst als sie 1734 vom König eigene Räume erhielt und Kinder aus der Verbindung hervorgingen, wurde das Verhältnis offiziell und das Verhältnis zwischen den beiden Frauen verschlechterte sich zusehends.

Das Verhältnis von Hedvig Taube zum König war nicht zu beneiden, denn zu Beginn des offiziellen Verhältnisses wurde sie von der Gesellschaft nicht anerkannt. Politische Gruppen machten sich an sie heran um Fredrik I. zu beeinflussen und später forderten die Priester, dass Hedvig Taube aus Schweden ausgewiesen werde. Dies ging sogar so weit, dass die Maitresse des Königs im Jahre 1738 vom Reichstag aus Stockholm verbannt wurde, in der Hoffnung, dass sie nach Hessen zurückkehren werde. Die Hoffnung wurde nicht erfüllt, denn Taube zog nur bis vor die Tore der Hauptstadt und kehrte später wieder nach Stockholm zurück. Nach einem Gerücht starb Hedvig Taube allerdings keinen natürlichen Todes, sondern wurde von Wilhelm von Hessen vergiftet, der Angst davor hatte, dass bei einer eventuellen Ehe mit König Fredrik I. der finanzielle Zustrom zur hessischen Kasse versiegen würde.


11. Februar 1774: Hans Järta, revolutionäre Schriften und die Wandlung 
11. Februar 1795: Carl Michael Bellman, der Nationalskalde Schwedens 
11. Februar 1795: Carl Michael Bellman, der Außenseiter unter den Skalden
11. Februar 1842: Der schwedische Ministerpräsident Erik Gustaf Boström
11. Februar 1874: Elsa Beskow, jedes Jahr ein neues Kinderbuch 
11. Februar 1876: Anders Bjurholm und die schwedischen Bierflaschen 
11. Februar 1958: Bertil Malmberg und die göttliche Lyrik 
11. Februar 1978: Harry Martinson, ein Nobelpreisträger begeht Selbstmord 
11. Februar 2007: Marianne Fredriksson und die christliche Frauenliteratur

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 10. Februar 2014

Torgils Knutsson, der Gründer Viborgs

Am 10. Februar 1306 wurde Torgils Knutsson auf dem Pelarbacken in Stockholm der Kopf mit dem Schwert abgeschlagen, was einer Todesstrafe für Verbrecher gleichkam. Und wie ein Verbrecher, so sollte er auch nicht in geweihter Erde begraben werden. Allerdings wurden seine Gebeine aus unerklärten Gründen nur wenige Jahre später dann doch in die Riddarholmskyrkan gebracht und seine Ehre war damit wieder hergestellt.

Torgils Knutsson war bereits 1289 von Magnus Ladulås zum Ritter geschlagen worden und machte selbst für jene Zeit eine ungewöhnliche Karriere, da er als Vormund des späteren Königs Birger Magnusson eingesetzt wurde und diesen später mehrmals vertrat, also über lange Zeit hinweg sogar der Regent Schwedens war. Auch als Krieger zeichnete sich Torgils Knutsson aus, denn er eroberte Karelien, legte dort Viborg an und er drang mit seinem Heer selbst bis zur Mündung der Neva vor. Aber all dies konnte ihn später nicht von einem Todesurteil retten.

Im Grunde stolperte Torgils Knutsson über seine Hauptidee und den Gedanken, dass der Adel die Macht im Reich übernehmen müsse und nicht der König. Der Reichsmarschall Knutsson stärkte daher nicht nur Schweden und versuchte König Birger Magnusson zu steuern, sondern er überging diesen auch oft bei seinen Entscheidungen, was zwangsweise irgendwann zu Problemen führen musste. Am 6. Dezember 1305 war dann die Geduld des Königs zu Ende und er ließ Torgils Knutsson festnehmen. Im Einverständnis mit seinen Brüdern Erik und Valdemar wurde der damals zweite Mann des Reiches dann hingerichtet.


10. Februar 1050: Ingegerd Olofsdotter, eine russisch-orthodoxe Heilige 
10. Februar 1858: Nils Lovén, der schreibende Priester Skånes 
10. Februar 1881: Pauline Brunius, die erste Frau, die das Dramaten leitete
10. Februar 1914: Karl Staaff tritt mit der liberalen Regierung zurück

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 9. Februar 2014

Der schwedische Orientalist Henrik Samuel Nyberg

Als Henrik Samuel Nyberg am 9. Februar 1974 in Uppsala starb, galt er weltweit als einer der bedeutendsten Orientalisten und Religionshistoriker unserer Zeit, der auch über viele Jahre hinweg Professor für semitische Sprachen an der Universität Uppsala war und Forschungsarbeiten über zahlreiche Religionen veröffentlicht hatte, wobei er sich dabei nicht nur auf die großen Religionen beschränkte, sondern auch in die Philosophie der Zoroaster und den Manierismus eintauchte.

Persönlich engagierte sich Henrik Samuel Nyberg aktiv in der Svenska Kyrkan und war ein gläubiger und praktizierender Christ, was ihn von sehr vielen anderen Religionsforschern Schwedens unterschied. Nyberg arbeitete in diesem Sinne auch an einem neuen Psalmenbuch und einer modernen Bibelübersetzungen, denn trotz seiner intensiven Kenntnisse orientalischer Religionen, zweifelte der Wissenschaftler nie am christlichen Gott. Während des Zweiten Weltkriegs zeigte Nyberg zusätzlich eine deutliche Haltung gegen nationalsozialistische Strömungen in Schweden und Deutschland.

Henrik Samuel Nyberg, der am 28. Dezember 1889 geboren worden war und 1948 in die Svenska Akademien aufgenommen wurde, zeichnete sich auch durch seine ausgedehnten Sprachkenntnisse aus, denn er beherrschte nicht weniger als 28 Sprachen, darunter Hebräisch, klassisches Arabisch, Persisch und Sanskrit. Als Nebenprodukt seiner Forschungsarbeiten verfasste Nyberg auch eine Hebräische Grammatik, die in Schweden noch heute verwendet wird und selbst ins Englische übersetzt wurde. Nyberg verwendete allerdings nie seine Vornamen, sondern zeichnete grundsätzlich nur als H. S. Nyberg.


9. Februar 1772: Frans Michael Franzén, vom Skalde zum Bischof 
9. Februar 1772: Frans Michael Franzén, vom modernen Dichter zum Bischof
9. Februar 1910: Das Alkoholmonopol in Schweden
9. Februar 1916: Helmer Linderholm und der historische Roman Schwedens 
9. Februar 1946: Der Frukostklubben, noch heute eine Legende Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 8. Februar 2014

Der schwedische Nationalsozialist Sven Olov Lindholm

Sven Olov Lindholm wurde am 8. Februar 1903 in Jönköping geboren und begann nach der Mittleren Reife eine militärische Karriere, die er 1933 als Sergeant beendete. Die Ordnung des Militärs und die Idee Schweden zu dienen und dem Land zu einer Weltmacht zu verhelfen, steuerten bereits sehr früh seine Gedanken. Als daher im Jahre 1927 die SFKO, Schwedens Faschistische Kampforganisation, gegründet wurde, war Lindholm einer der ersten Mitglieder.

Bis 1932 folgte Sven Olov Lindholm der Partei, die mehrmals den Namen wechselte und 1932 als Svenska Nationalsocialistiska Partiet (SNSP) von Birger Furugård geleitet wurde. 1932 entschied sich dann Lindholm, gemeinsam mit der jüngeren Garde der Partei, aus der SNSP auszutreten und nur ein Jahr später gründete er die NSAP, die nationalsozialistische Arbeiterpartei und führte diese in kürzester Zeit zur führenden nationalistischen Partei Schwedens, die vor allem in Göteborg eine starke Unterstützung fand.

Während Sven Olov Lindholm im Jahre 1938, als er die NSAP in SSS, schwedische sozialistische Vereinigung, umbenannte noch einen bedeutenden Zustrom hatte, nahm dieser im Laufe des Zweiten Weltkriegs mehr und mehr ab und war beim Ende des Krieges im Grunde nicht mehr existent, obwohl Lindholm die Partei erst 1950 auflöste. Auch die Ideologie Lindholms änderte sich im Laufe der Zeit, denn aus einem Bewunderer Hitlers  wurde in den 60er Jahren ein Kommunist, der gegen den amerikanischen Vietnamkrieg demonstrierte.


8. Februar 1782: Malla Silfverstolpe und der literarische Salon in Uppsala 
8. Februar 1878: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Pilzfachmann 
8. Februar 1911: Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung
8. Februar 1914: Die Sozialdemokraten antworten auf die Provokation des Königs
8. Februar 1966: Wille Crafoord bringt den Hiphop nach Schweden 
8. Februar 1969: Pippi Langstrumpf wird in Schweden zum Fernseherfolg

Copyright: Herbert Kårlin