Dienstag, 31. März 2015

Anders Johan von Höpken und der Weg zur Macht

Anders Johan von Höpken wurde am 31. März 1712 als Sohn eines Freiherrn in Stockholm geboren und studierte von 1728 bis 1730 an der Universität Uppsala, auch wenn er in diesen Jahren bereits in der königlichen Kanzlei beschäftigt war. 1730 wurde er als Attaché nach London geschickt und weitere zwei Jahre später unternahm er noch eine zweijährige Studienreise durch Holland, Frankreich, Italien und Deutschland, bevor er dann tatsächlich seine Arbeitsstelle in der Kanzlei antrat. Hier blieb von Höpken das Glück treu und als 1738 die ihm nahestehende Hutpartei die Macht im Reichstag übernahm, wurde der 26-Jährige unmittelbar Mitglied des geheimen Ausschusses.

Anders Johan von Höpken verstand es sich unentbehrlich zu machen und konnte damit die Stufen der Macht ohne Probleme erklimmen. Als Carl Gustaf Tessin daher 1752 sein Amt als Kanzleipräsident ablegte, wurde von Höpken sein Nachfolger und damit einer der einflussreichsten und mächtigsten Männer des Landes. Mit dem Ausbruch des Siebenjährigen Krieges baten Frankreich und Österreich Schweden am Krieg teilzunehmen und von Höpken sah nun die Chance Schweden wieder in eine Großmacht zu verwandeln, da ihm die Verbündeten bei einem Gewinn Preußen zusagten, was für von Höpken eine leichte Beute schien.

Sehr schnell zeigte sich jedoch, dass Preußen weitaus stärker als gedacht war und schließlich war ein Verlust Schwedens kaum noch aufzuhalten. In dieser Zeit versuchte sich Anders Johan von Höpken dadurch zu retten, dass er selbst in das Kriegsgeschehen eingriff und persönlich Befehle erteilte. Diese Haltung führte jedoch nur dazu, dass die Hutpartei von Höpken loswerden wollte um dadurch den unsinnigen Krieg beenden zu können. Von Höpken betrachtete dies als Verrat und begann mit der Partei der Mützen zusammenzuarbeiten, auch wenn ihn das nicht lange retten konnte, denn 1761 musste er seine Ämter als Kanzleipräsident und Reichsrat ablegen. Anders Johan von Höpken starb am 9. Mai 1789 im Alter von 77 Jahren.


31. März 1412: Der schwedische König Albrecht von Mecklenburg 
31. März 1891: Ester Blenda Nordström und der schwedische Enthüllungsroman 
31. März 1897: Erik af Edholm wird Chef der Königlichen Oper und des Dramaten 
31. März 1914: Dagmar Lange wird zu Krimiautorin Maria Lang 
31. März 1914: Maria Lang, die vergessene Krimiautorin 
31. März 1936: Die schwediche Sängerin Birgit Carlsson, bekannt als Towa Carson 
31. März 1945: Torgny Segerstedt und der Kampf gegen den Nazismus 
31. März 1977: Kista Einkaufszentrum in Stockholm

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In Scandic Hotels wohnen

Montag, 30. März 2015

Torsten Rudenschöld, der Gründer der schwedischen Volksschule

Torsten Rudenschöld kam am 30. März 1798 auf Gut Riseberga in Närke als Sohn eines Oberleutnants zur Welt und erhielt seine Schulbildung durch Privatlehrer, was ihm 1811 ein Jurastudium an der Universität Uppsala ermöglichte. Allerdings machte Rudenschöld nie sein Examen und entschied sich 1816 für eine militärische Karriere, die ihn innerhalb von acht Jahren bis zum Rang eines Kapitäns führte. 1824 verließ er jedoch den Militärdienst mit dem Wunsch ein ländliches Leben zu führen.

Nach einem gescheiterten Versuch in einer Landgemeinschaft im Värmland kaufte Torsten Rudenschöld ein kleineres landwirtschaftliches Gut im Västergötland. Allerdings zeigte sich bald, dass er nicht zum Landwirt geboren war und seine Familie unmöglich vom Ertrag des Gutes ernähren konnte. Da Rudenschöld um diese Zeit einen Anteil am Stjernfors Bruk, einer Eisenhütte im Värmland, erbte, konnte er jedoch dort als Verwalter beschäftigt werden. Dort entdeckte Rudenschöld plötzlich den Unterschied zwischen einem Leben in der bürgerlichen Schicht und dem miserablen Verhältnis von Arbeitern in einer Eisenhütte. Als er diese Situation ändern wollte und deren Arbeits- und Lebensbedingungen verbessern wollte, musste er jedoch seine Arbeit wieder aufgeben

Nach dieser Erfahrung zog Torsten Rudenschöld zu seinem älteren Bruder auf Gut Läckö und öffnete dort seine erste Privatschule, unterbrochen von einer erneut missglückten landwirtschaftlichen Aktivität. In dieser Zeit entwickelte Rudenschöld seine Theorien über die Bildung schwedischer Kinder aller gesellschaftlicher Klassen, die er später landesweit verbreiten durfte. Rudenschöld ging dabei von mehreren Kernpunkten aus, denn zum einen sollte es auch für Kinder aus der unteren Klasse möglich sein aufzusteigen, gleichzeitig jedoch unfähige Kinder der oberen Klasse von ihrem Rang stürzen können. Der Unterricht sollte daher in drei Teile aufgeteilt sein, nämlich die grundlegende Bildung, die Verbreitung der christlichen Lehre und die körperliche Arbeit. Gleichzeitig wollte Rudenschöld die Grundschulen gleichmäßig über das ganze Land verteilen und Klassen mit 100 Schülern und einem Lehrer für alle Fächer abschaffen. 1853 erhielt der Pädagoge dann von den Ständen den Auftrag seine Ideen landesweit in die Tat umzusetzen, was zur allgemeinen Volksschule Schwedens führte. Torsten Rudenschöld starb am 27. Mai 1859 in Uppsala, wo er auch begraben wurde.


30. März 1796: Johan Simmingsköld, ein homosexueller Schriftsteller im 18. Jahrhundert
30. März 1808: Gustaf Fredrik Gyllenborg, der Satiriker des 18. Jahrhunderts
30. März 1858: Arvid Nordquist, eine Erfolgsgeschichte Schwedens 
30. März 1920: Jan Olof Olsson, der historische Roman und Reiseschilderungen 
30. März 1926: Ingvar Kamprad und das schwedische Imperium Ikea 
30. März 1933: Filip Månsson und die öffentliche Kunst Schwedens 
30. März 1944: Pauline Brunius, die erste Frau, die das Dramaten leitete 
30. März 1976: Dampferfahrt auf dem schwedischen See Mjörn

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Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 29. März 2015

Der schwedische Künstler Edward Bergh

Edward Bergh wurde am 29. März 1828 als Sohn eines Händlers in Stockholm geboren und entschied sich nach seiner Hochschulreife Naturwissenschaft an der Universität Uppsala zu studieren. Sehr bald wechselte er jedoch in die juristische Fakultät und bereitete sich auf eine Karriere als Jurist vor. Entsprechend begann Bergh 1849, nach seinem Hovrättsexamen, als Notar zu arbeiten, auch wenn er sich auch als Jurist nicht wirklich wohl fühlte. Schon zwei Jahre später sollte Edward Bergh dann jedoch seine wahre Berufung finden und er gab seine Tätigkeit als Jurist vollständig auf.

Während einer Reise nach Gotland hatte Edward Bergh mehrere Maler getroffen, die einen starken Eindruck bei ihm hinterließen und als der Jurist nach Stockholm zurückkehrte, begann er selbst Landschaften zu malen, was immer mehr Zeit in Anspruch nahm und ihn zur Wahl zwischen Jura und Malerei zwang. Nach mehreren Ausstellungen im Stockholmer Kunstverein verhalf ihm Mikael Gustaf Anckarsvärd dabei bei seinem zweiten Anlauf in die Kunstakademie aufgenommen zu werden. Bereits im ersten Studienjahr gelang es dem jungen Künstler von der Akademie mit einer seiner Arbeiten den ersten Preis zu erhalten, ein Stipendium für eine dreijährige Studienreise, die Bergh ab 1854 nach Deutschland, die Schweiz und nach Italien führte. Insbesondere die Düsseldorfer Schule sollte den Künstler stark beeinflussen.

Als Edward Berg 1857 nach Stockholm zurückkehrte, gründete er an der Stockholmer Kunstakademie einen Zweig für Landschaftsmaler, allerdings ohne dafür entlohnt zu werden, denn erst zwei Jahre später übernahm ihn die Akademie als Professor mit Gehalt. Sowohl 1866 in Stockholm, als auch 1867 in Paris wurde Bergh für seine Landschaftsgemälde nach der Düsseldorfer Schule mit den höchsten Preisen ausgezeichnet. In diesen Jahren gab der Künstler jedoch die Düsseldorfer Schule auf und begann nahezu ausschließlich schwedische Motive zu malen, die sich durch klare Farben und sehr realistische Lichteffekte auszeichneten. Innerhalb von rund 15 Jahren gelang es Bergh mit dieser Technik die gesamte schwedische Landschaftsmalerei zu beeinflussen. Eine Gehirnblutung im Jahre 1874, an der Berg teilweise erlahmte, beendete dann jedoch seinen weiteren Aufstieg. Johan Edward Bergh starb am 23. September 1880 im Alter von nur 52 Jahren in Stockholm.


29. März 1638: Die Kolonie Neues Schweden (Nya Sverige) 
29. März 1772: Emanuel Swedenborg, der große Mystiker Schwedens 
29. März 1772: Emanuel Swedenborg, der größte Mystiker Schwedens
29. März 1792: König Gustav III. will die Macht nicht teilen 
29. März 1832: Carl Rupert Nyblom, von der Romantik zum Realismus 
29. März 1965: GAN, Gösta Adrian-Nilsson, und die moderne Kunst Schwedens 
29. März 1968: Der Tingstadstunnel, ein Tunnel unter dem Göta Älv 
29. März 2006: Niklas Lindgren, genannt Hagamannen

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Samstag, 28. März 2015

Der Kunstsammler Axel Bielke af Åkerö

Graf Axel Bielke af Åkerö kam am 28. März 1800 zur Welt und schrieb sich mit 15 Jahren an der Universität Uppsala ein, wo er fünf Jahre später das Kanzleiexamen ablegte  um eine Laufbahn in der Verwaltung zu beginnen. Bielke begann als Schreiber in der Kanzlei, wurde zwei Jahre später zum Kammerjunker ernannt und 1828, nach einem zweijährigen Auslandsaufenthalt, zum Kammerherrn. Nur wenig später entschied sich Bielke jedoch sein Amt ganz aufzugeben und sich von allen Ämtern zurückzuziehen um sich ganz seinem Hobby widmen zu können, der Kunst und der Sammlung von Kunstgegenständen.

Bereits in seiner Jugend hatte Axel Bielke begonnen Keramik und Gravuren zu sammeln zu denen er ein besonderes Verhältnis hatte und unter denen er sich am wohlsten fühlte. Nach seinem Rückzug aus dem Berufsleben wuchs die Sammlung Bielkes auf über 2200 Keramiken und etwa 10.000 Stiche an, neben Glaskunst, Waffen und andere Kunstgegenstände, die er bei seinem Tod am 17. Januar 1877 in seiner Gesamtheit dem Nationalmuseum in Stockholm vermachte, da er nur dort sicher war, dass die wertvolle Kunst auch gewürdigt und erhalten wurde. Wer heute das Nationalmuseum besucht, findet in den entsprechenden Abteilung noch heute die wertvollsten Stücke des Grafen.

Graf Axel Bielke war indes kein Sammler, der seine Kunstgegenstände im Keller verwahrte, sondern er hatte sein Haus als Museum eingerichtet um dort auch an Kunst interessierte Gäste einzuladen und er verlieh seine Sammlung an Ausstellungen in ganz Schweden. 1832 war Bielke, neben Mikael Gustaf Anckarsvärd und Per Axel Nyström, auch Mitgründer des ersten schwedischen Kunstvereins, der heutigen Sveriges allmänna konstförening und er war einer geachteter Berater des Nationalmuseums, das den Grafen grundsätzlich bei geplanten Einkäufen um Rat fragte. Auf Grund seiner Zurückgezogenheit weiß man sehr wenig über die Person Bielke, die vor allem durch seine enorme Kunstsammlung weiterlebt.


28. März 1760: Georg Adlersparre, zwischen Feldherr, Literat und Revolutionär
28. März 1922: Olle Länsberg, der verschollene Autor Schwedens
28. März 1927: Marianne Fredriksson und die christliche Frauenliteratur Schwedens
28. März 1927: Marianne Fredriksson, eine schwedische Schriftstellerin
28. März 1953: Der erste Roman Tjärdalen von Sara Lidman wird ein Erfolg
28. März 1962: Joakim Lindengren, Kapten Stofil und Faktum

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Freitag, 27. März 2015

Der schwedisch-amerikanische Künstler David Edström

David Edström kam am 27. März 1873 in Vetlanda bei Jönköping zur Welt, wanderte jedoch bereits 1880 mit seinen Eltern nach Amerika aus und verbrachte einen wichtigen Teil seiner Kindheit an verschiedenen Orten in Illinois und Iowa bevor sich die Familie letztendlich in Ottumwa in Iowa niederließ. Unter diesen Umständen war natürlich nicht sehr viel an Bildung zu denken und die Armut der Familie zwang Edström zudem sehr früh dazu durch unterschiedliche Arbeiten auch finanziell zum Unterhalt der Familie beizutragen. Als der Jugendliche dann jedoch den deutsch-amerikanischen Maler Johannes Scheiwe kennenlernte, entdeckte er auch seine wahre Neigung zur Kunst und entschied sich Skulpteur zu werden.

Scheiwe überzeugte David Edström auch davon nach Europa zu gehen um dort Kunst zu studieren. Als Edström 21 Jahre alt war, entschied er sich nach Schweden zurückzukehren um in Stockholm an der Königlichen Kunsthochschule Kunst zu studieren was er vor allem dem Mäzenat  von Ernest Thiel verdankte mit dem ihn Ellen Key in Verbindung gebracht hatte. Nach sechs Jahren  in Stockholm, entschied sich David Edström seine Studien in Florenz abzuschließen. Die Folgejahre verbrachte der Künstler in den  verschiedensten Städten, unter anderem in Stockholm, Paris, Berlin und London, wo er auch zahlreiche bedeutende Ausstellungen hatte. Erst 1915 kehrte Edström dann jedoch ganz nach Amerika zurück, wo er am 12. August 1938 auch starb.

Die bedeutendsten Arbeiten David Edströms entstanden während seiner Zeit in Europa, was damit zusammenhängen kann, dass Edström sehr stark von der freikirchlichen Bewegung beeinflusst war und in Amerika zeitweise auch als baptistischer Prediger aktiv war. Während die rund 40 Portraits, die Edström malte und seine Büsten der wichtigsten Persönlichkeiten seiner Zeit allgemein gelobt wurden, waren seine freien Werke etwas umstritten, da Edström seine weiblichen Skulpturen nicht idealisierte, sondern grundsätzlich versuchte ihre realistischen menschlichen Eigenschaften hervorzuheben. Dieser Zug macht die Skulpturen zwar einzigartig, aber kaum eines der Modelle war davon begeistert.


27. März 1794: Die schwedisch-dänische Konvention von 1794 
27. März 1805: Johan Murberg und der Erfolg der schwedischen Sprache 
27. März 1904: Der erste Golfklub in Stockholm 
27. März 1922: Die Öresundsvarvet in Landskrona geht in Konkurs 
27. März 1940: Der schwedische Freiwilligen-Verband 
27. März 1942: Laila Westersund, eine Karriere mit bereits vier Jahren 
27. März 1966: Ragnar Josephson wird in Lund verewigt
27. März 1966: Ragnar Josephson, von der Poesie bis ins Dramaten

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Donnerstag, 26. März 2015

Elisabeth Olin, die erste Primadonna Schwedens

Als Elisabeth Olin, geborene Lillström, am 26. März 1828 in Stockholm starb, hatte sie nicht nur den Titel einer Hofsängerin erhalten, sondern sie ging auch als die erste Berufssängerin Schwedens und die erste Primadonna des Landes in die Geschichte ein. Neben Fredrica Löf, war Olin auch die erfolgreichste weibliche Schauspielerin des 18. Jahrhunderts und machte sich selbst als  Komponistin einen Namen. Als Olin für die neu gegründete Oper in Stockholm engagiert wurde, war sie die am besten bezahlte Künstlerin Schwedens und die erste Frau, die in der Oper eine eigene Loge erhielt.

Elisabeth Olin war am 8. Dezember 1740 als Tochter einer Schauspielerin und eines Musikers zur Welt gekommen, was ihre Berufswahl bereits in den frühesten Jahren beeinflusste, denn als Olin gerade einmal sieben Jahre alt war, stand sie bereits mit dem Stück Syrinx neben ihrer Mutter auf der Bühne. Sehr bald stellte man jedoch ihre stimmliche Begabung fest und nach einer Gesangsausbildung durch den italienischen Opernsänger Giovanni Croce, der sich einige Jahre lang in Stockholm aufhielt, war er selbstverständlich, dass Elisabeth Olin neben der Schauspielei erst als Konzertsängerin und später auch als Opernsängerin auf die Bühne trat.

Als am 18. Januar 1773 das Stora Bollhuset, die erste Oper Stockholm, mit Thetis och Pelée eingeweiht wurde, stand Elisabeth Olin als Thetis auf der Bühne und war damit Teil der Geburt der schwedischen Oper. Nach diesem Auftritt sollte Olin über Jahre hinweg grundsätzlich die weibliche Hauptrolle bei den folgenden Opernaufführungen erhalten und damit die erste Primadonna der schwedischen Oper werden. Elisabeth Olin sang am 27. Februar 1808 ihre letzte Arie während eines Konzerts im Riddarhuset. Die Opernsängerin gehörte zu den sehr wenigen Schauspielerinnen und Sängerinnen jener Zeit, die nie in den Ruf gerieten Prostituierte sein, einen Ruf, den nahezu alle Frauen hatten, die in diesem Jahrhundert in der Öffentlichkeit auftraten.


26. März 1747: Elis Schröderheim im Dienste von Gustav III. 
26. März 1822: Die missglückte Ehrung von Karl XIII. 
26. März 1888: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden
26. März 1920: Die schwedische Studentenzeitung Lundagård 
26. März 1940: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens 
26. März 1948: Jugendrevolte in Schweden

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Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 25. März 2015

Der schwedische Spion Bertil Ströberg

Als Bertil Ströberg am 25. März 2012 an den Folgen eines Krebsleidens im Alter von 79 Jahren starb, war es ihm trotz enormer Anstrengung nicht gelungen zu beweisen, dass er kein Spion war, sondern das unschuldige Opfer einer Konspiration, obwohl gerade dies in den letzten Jahren seiner Lebens immer wahrscheinlicher wurde. Rechtswissenschaftler fragen sich mittlerweile warum Ströberg überhaupt als Spion zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde, da es keinerlei Beweise gab und das Urteil nur deswegen zu Stande kam, weil die Richter seinen Aussagen keinen Glauben schenkten.

Bertil Ströberg war am 30. März 1932 in Västra Torsås zur Welt gekommen und meldete sich nach der sechsjährigen Volksschule freiwillig zum Militärdienst. Im Ausbildungszentrum der Verteidigung holte er anschließend die Hochschulreife nach und wurde zum Offizier der Luftwaffe. In dieser Eigenschaft hatte Ströberg Zugang zu sämtlichen Informationen des militärischen Kommunikationssystems, nicht jedoch zu anderen geheim gehaltenen Informationen. Der Offizier gehörte dennoch zur Gruppe der Personen, die ein Risiko für die Sicherheit des Landes ausmachen konnten und wurde daher routinemäßig von der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo überwacht.

Als Bertil Ströberg am 20. Mai 1983 einen an Sven-Roland Larsson adressierten Einschreibebrief bei einem Postamt in Stockholm abholen wollte, wurde er von der Säpo wegen Spionageverdacht festgenommen. Seine Aussage, dass er den Brief für eine dritte Person abholte, die gesundheitlich verhindert war, nahmen ihm weder Säpo noch die Richter ab. Da weder im Brief noch in der polnischen Botschaft, die als Spionage-Partner dienen sollte, Beweismaterial gefunden wurde, wurde das Urteil weder in erster noch in zweiter Instanz einheitlich gefällt, aber es kam zur Verurteilung Ströbergs, der bis zum Tode seine Unschuld beteuerte. Noch 2010 wurde bekannt, dass die Säpo den Namen Sven-Roland Larsson bereits 1957 benutzt hatte, was Ströberg nicht wissen konnte, und es wurde bekannt, dass die Sicherheitspolizei entlastende Dokumente geheim gehalten und weder den Gerichten noch der Verteidigung zur Verfügung gestellt hatte.


25. März: Der Waffeltag in Schweden 
25. März 1751: Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau 
25. März 1902: Sten Broman, ein schwedisches Original 
25. März 1954: Massiver Widerstand gegen das Fernsehen in Schweden 
25. März 2008: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg

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Dienstag, 24. März 2015

Die regionale schwedische Skånepartiet (Schonenpartei)

Am 24. März 1979 gründete Carl P. Herslow die schwedische regional aktive Skånepartiet (Schonenpartei), die bereits zwei Jahre vorher als politische Bewegung gegründet worden war. Herslow, der noch heute der Parteivorsitze ist, setzte von Beginn an auf private lokale Radiostationen über die er die Bewohner Skånes direkt erreichen konnte. Diese Idee zeigte sich extrem erfolgreich, denn bereits bei den Wahlen des Jahres 1985 zog die Partei mit mehreren Mandaten im Stadtrat Malmös ein und setzte damit, nach 66 Jahren an der Macht, der sozialdemokratischen Regierung der Stadt ein Ende. Auch wenn die Skånepartiet 1985 Malmö nicht allein regieren konnte, so kam es dennoch zu einer Rechtswendung der Stadt bei der die Ideen der Partei einen gewissen Einfluss zeigten.

Die Grundgedanken der Skånepartiet waren von Beginn an vor allem drei Punkte, die noch heute eine Leitlinie der Partei sind. Der wichtigste Punkt ist die Unabhängigkeit Skånes als eigenes Land, was später zeitweise abgemindert wurde und zur Frage der regionalen Autonomie wurde. Der zweite Grundpfeiler ist eine restriktive Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik und der dritte Punkt besteht darin den Islam aus ganz Skåne zu verbannen. Als Nebenpunkt kam noch die Forderung hinzu das Radio- und Fernsehmonopol in Skåne abzuschaffen. Allein diese Forderungen reichten aus um fünf Mandate der Regionalregierung zu erringen und in mehrere Stadträte der Region einzuziehen.

Als 1988 die Sverigedemokraterna die meisten Punkte der Skånepartei übernahmen, die Forderungen einer Republik Skåne jedoch ablegten, verlor die Skånepartiet ihre nationalistische Vormachtsstellung in Skåne, was allerdings auch damit zusammenhing, dass die Sverigedemokraterna auf nationaler Ebene arbeiteten und ihre Arbeit nicht auf Skåne beschränkten. Heute wird die Skånepartiet von den Wählern kaum noch beachtet und bei den letzten Wahlen im Jahre 2014 erreichte sie gerade einmal eine Wählerunterstützung von 0,6 Prozent, auch wenn sich die Partei mittlerweile auch stark für eine Mitgliedschaft Schwedens in der Nato macht und fordert, dass die beiden Reaktoren des Kernkraftwerks Barsebäcks, das 2005 endgültig abgeschaltet wurde, wieder gestartet werden um den Strompreis in Skåne zu verbilligen.


24. März 1381: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins 
24. März 1801: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere 
24. März 1817: Fritz von Dardels schwedische Kulturgeschichte 
24. März 1948: Sigrid Hjertén, Malen bis zur Psychose 
24. März 1975: Streik der Waldarbeiter in Schweden 
24. März 2005: Mare Kandre und der moderne Frauenroman Schwedens

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Montag, 23. März 2015

Örebro wird bei einem Brand nahezu vollständig zerstört

Wie in allen Städte Schwedens, so kam es auch Örebro im Laufe der Geschichte zu zahlreichen Bränden, die manchmal nur ein Gebäude, bisweilen aber einen Straßenzug in kürzester Zeit vernichteten. Als jedoch am 23. März 1854 kurz nach Mitternacht in einer Färberei ein Feuer ausbrach, vermutlich weil zu heiße Asche in die Aschenbehältern aus Holz geschaufelt worden war, sollte sich die Zukunft Örebros bedeutend ändern. Da es um diese Zeit keine organisierte Feuerwehr in Örebro gab und ein starker Westwind herrschte, breitete sich das Feuer sehr schnell aus und innerhalb weniger Stunden verbreitete es sich in drei Richtungen gleichzeitig.

Bereits kurz nachdem der Brand ausgebrochen war, stand eine Seite der Stora Gatan (heute Drottninggatan) in Brand und zog sich bald entlang der Svartån. Am frühen Morgen hatte das Feuer selbst den Marktplatz Stortorget erreicht und die erste Stimmen wurden laut, ob es nicht sinnvoll sei einige Gebäude schnell abzureißen, damit das Feuer aufgehalten werden könne. Als der Wind umschlug, konnten vom Zentrum Örebros nur sehr wenige Gebäude gerettet werden, unter anderem das Rathaus und die Nikolaikirche, die aus Stein gebaut waren. Auch dass sämtliche umliegenden Gemeinden mit ihren Löschvorrichtungen nach Örebro gekommen waren, konnten diese Katastrophe nicht verhindern.

Als der Brand gelöscht war, waren vermutlich 92 Gebäude abgebrannt und knapp 25 Prozent der Bevölkerung Örebros hatte kein Dach mehr über dem Kopf und musste in Schulen, Kirchen und bei Verwandten unterkommen. Auch wenn dieser Brand eine Katastrophe für Örebro war, so konnten Geldsammlungen den Bedürftigen das Überleben garantieren und das Zentrum Örebros wurde neu geplant. Der Stadtarchitekt Fridolf Wijnbladh griff nun auf die Idee von 1654 zurück und schuf das heute existierende Zentrum Örebros mit seinem Straßennetz und den rechteckigen Häuserblocks. Das gesamte Zentrum der Stadt wurde für die Neubauten eingeebnet, was bedeutete, dass das alte Örebro vollkommen ausradiert wurde um eine Stadt zu schaffen, die gegen zukünftige Großfeuer geschützt war.


23. März 1703: Cajsa Warg, die bekannteste Köchin Schwedens 
23. März 1759: Anders Ljungstedt, ein Leben in der Fremde 
23. März 1792: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner 
23. März 1845: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
23. März 1862: Tor Hedberg und der psychologische Roman 
23. März 1962: Der Tag des Nordens und der Vertrag von Helsinki von 1962 
23. März 1980: Abwicklung der Kernenergie in Schweden

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Sonntag, 22. März 2015

Der Hofkanzler und Staatsrat Gustaf Lagerbielke

Gustaf Lagerbielke kam am 22. März 1777 als Sohn des Admirals Gustaf Lagerbjelke in Stockholm zur Welt und hatte daher nicht nur eine ausgezeichnete Bildung sondern auch alle Voraussetzung für eine politische Karriere am schwedischen Hof. Entsprechend schnell verlief auch die Karriere von Lagerbielke, denn mit 18 wurde er in der Kanzlei angestellt und nur ein Jahr später war er Sekretär im Kabinett für ausländischen Briefwechsel. Auf Grund seiner ausgezeichneten Sprachkenntnisse begann er um diese Zeit auch Gustav IV. Adolf auf nahezu allen seinen Reisen zu folgen.

Gustaf Lagerbielke stieg 1804 bereits zum Staatsekretär auf und war als Berater nahezu permanent an der Seite des Königs, der mehr unterwegs war als sich im Heimatland um die Regierungsgeschäfte zu kümmern. Sämtliche Regierungsgeschäfte gingen daher auf schriftlichem Weg über Lagerbielke, der dadurch am Hof einiges Vertrauen verlor, da ihm nachgesagt wurde mehr seinen Ideen als jenen des Königs zu folgen. Als Lagerbielke im Jahre 1806 Gustav IV. Adolf davon überzeugen wollte nach Schweden zurückzukehren und seinen Aufenthalt in Deutschland abzubrechen, wurde er  von diesem als Hofkanzler nach Stockholm zurückgeschickt.

Nur drei Jahre später kam in Schweden Karl XIII. an die Macht, der Gustaf Lagerbielke wegen seiner guten Beziehungen zu Frankreich und seinen Sprachkenntnissen als Botschafter nach Paris schickte. In Paris neigte Lagerbielke bald zur Verschwendung und einem oberflächlichem Leben, hatte jedoch den Vorteil, dass er engere Beziehungen zu Jean Bernadotte und zu Napoleon hatte. Als daher Jean Bernadotte zu Karl XIV. Johan wurde, kam Lagerbielke zurück nach Stockholm, wurde dort 1821 zum Grafen erhoben und 1825 zu einem der Herren des Reiches . Seine größte Leistung in dieser Zeit war die Erneuerung des schwedischen Theaters nach französischem Vorbild.


22. März 1544: Johannes Magnus und die Geschichte der schwedischen Könige 
22. März 1544: Johannes Magnus zwischen Katholizismus und Protestantismus
22. März 1851: Göran Wahlenberg und die Ökologie der Pflanzen 
22. März 1978: Christer Gustav Svensson, genannt Stoffe, und das Heroin
22. März 1996: Jenny Lind erscheint auf einem schwedischen Geldschein 

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Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 21. März 2015

Der schwedische Entomologe Carl Stål

Carl Stål kam am 21. März 1833 als Sohn eines Architekten auf Schloss Karlberg zur Welt und studierte nach seiner Hochschulreife ab dem Jahre 1853 Medizin an der Universität Uppsala. Ståhl beendete sein Studium vier Jahre später mit einer Kandidatur und wechselte zum Karolinska Institut an dem er sich mit Anatomie und Physiologie beschäftigte. Auf Grund von gesundheitlichen Problemen konnte er jedoch seine medizinische Ausbildung nicht beenden und bereits 1858 gab er die Medizin auf um zur Entomologie, der Insektenkunde, überzugehen.

Nach diesem Wandel unternahm Carl Stål mehrere wissenschaftliche Reisen innerhalb Schwedens, aber auch nach Deutschland, Frankreich und England. Vor allem in Deutschland hielt sich Stål längere Zeit auf, denn in Jena promovierte er 1859 zum Doktor in Philosophie. Während dieser Jahre zeigte sich der Entomologe auch als unermüdlicher Sammler von Insekten, die man heute fast alle im Naturhistorischen Museum in Stockholm betrachten kann, da Stål diesem seine gesamten Sammlungen schenkte.

Noch im Jahre 1859 wurde Carl Stål dann vom Naturhistorischen Reichsmuseum angestellt um sich dort um die entomologische Abteilung zu kümmern. Auf Grund seiner Leistungen und seiner zahlreichen Veröffentlichungen in diesem Bereich wurde Ståhl 1867 zum Intendanten des Museum mit dem Rang eines Professors ernannt. Die heutige entomologische Sammlung des Naturhistorischen Museums und seine Einteilung gehen noch heute auf Stål zurück, der sich unermüdlich mit der Restauration der beschädigten Insekten beschäftigte und an der Systematik der Hemiptera (Schnabelkerfeln) und der Orthoptera (Heuschrecken) arbeitete. Carl Stål starb im Alter von nur 45 Jahren in Stockholm und konnte daher seine Arbeiten nie vollenden.


21. März 1809: Die Konvention auf Åland 
21. März 1881: Anders Fryxell und der erste Geschichtsroman Schwedens 
21. März 1917: Der schwedische Maler Arne Isacsson
21. März 1966: Der schwedische Racerfahrer Kenny Bräck 
21. März 1996: Göran Persson an der Spitze der Macht

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Freitag, 20. März 2015

Das Blutbad von Linköping

Gründonnerstag der 20. März 1600 sollte als das Blutbad von Linköping in die schwedische Geschichte eingehen, da an diesem Tag fünf Reichsräte hingerichtet wurden, die sich beim Krieg zwischen Herzog Karl, dem späteren Karl IX., gegen Sigismund letzteren unterstützten. Diese Hinrichtung wird heute als einer der bedeutendsten Rechtsskandale Schwedens betrachtet, da sich die fünf Hingerichteten im Grunde nichts zu Schulden kommen lassen hatten, sondern lediglich zum offiziellen König des Landes gehalten hatten und die Revolution von Herzog Karl als unrechtmäßig betrachteten.

Das Problem entstand als Sigismund sich nicht an die ursprünglichen Abmachungen hielt, die es ihm ermöglicht hatten König Schwedens zu werden, denn er hatte mehrere katholische Adelige zu Stadthaltern in Schweden und Finnland gemacht und versuchte den Katholizismus erneut in Schweden einzuführen. Herzog Karl hielt sich daher nicht mehr an die Weisungen des Königs gebunden und baute ein Heer auf, das Sigismund verjagen sollte. Als Herzog Karl beim folgenden Bürgerkrieg im September 1598 die Schlacht bei Stångebro gewann, gab er sich nicht damit zufrieden, dass Sigismund nun Schweden die Treue schwor, sondern wollte selbst den schwedischen Thron besteigen. Um ein deutliches Zeichen zu geben, dass er keinen Widerstand als selbst ernannter Reichsvorstand erlaubte, ließ er zahlreiche Adelige gefangen nehmen, die bis dahin Sigismund treu gewesen waren.

Am 3. März 1600 richtete Herzog Karl dann in Linköping einen Gerichtshof ein bei dem er selbst als Ankläger gegen zahlreiche Adelige auftrat, die er 25 verschiedener Verbrechen beschuldigte, darunter auch des Staatsverrats, da dieser mit dem Tode bestraft wurde. Die Adeligen gaben mehrere der harmloseren Anklagepunkte zu, versicherten jedoch alle, dass sie keine Verräter waren, was für Herzog Karl jedoch keine Rolle spielte. Diejenigen, die sich ihm zu Füssen warfen und um Gnade baten, durften dann jedoch am Leben bleiben und nur fünf unter den Angeklagten wurden am 20. März des gleichen Jahres hingerichtet, verloren dabei auch jede Ehre und ihre Güter wurden von Herzog Karl eingezogen, was die Familien der Hingerichteten in die größte Armut warf.


20. März 1413: Landskrona, die Hauptstadt Skånes
20. März 1413: Landskrona wird Stadt und zum Handelszentrum 
20. März 1799: Karl August Nicander, Aufstieg und Fall eines Poeten 
20. März 1902: Brita af Geijerstam, von Nalle Puh zu Liebesgedichten 
20. März 1957: Der schwedische Gitarrist und Sänger Joakim Thåström 
20. März 1989: Der Mord an Helén Nilsson in Hörby

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Donnerstag, 19. März 2015

Die Schriftstellerin und Künstlerin Ottilia Adelborg

Als Ottilia Adelborg am 19. März 1936 im Alter von 80 jahren in Gagnef in Dalarna starb, war sie eine der bekanntesten Künstlerinnen und Kinderbuchschriftstellerinnen Schwedens, die Elsa Beskow beeinflusst hatte und deren Texte zum Teil von Alice Tegnér vertont wurden. Heute ist Adelborg nahezu in Vergessenheit geraten, obwohl ihre Blumenzahlen immer noch als Postkarte verkauft werden und sich in Gagnef das Ottilia Adelborg Museum befindet, in dem man sehr viele Werke der Künstlerin finden kann, die dem Kinderbuch Schwedens ein neues Gesicht gab.

Ottilia Adelborg war am 6. Dezember 1855 als Tochter eines Kapitäns zur See in Karlskrona geboren worden. Als Künstlerin machte sich Adelborg erstmals 1896 bemerkbar, als sie in der Lundgrens Kakelfabrik in Stockholm Dekorationen für Tonservice entwarf und, parallel dazu, Designs für Vasen, Leuchter und anderen Tonwaren in Höganäs zeichnete. Die Zeit zwischen ihrer Ausbildung an der Akademie der Freien Kunst, die sie 1884 abschloss, und dem Beginn ihrer künstlerischen Aktivität liegt etwas im Dunkeln, wenn man davon absieht, dass Adelborg bereits 1892 ihr Plakat Blumenalphabet (Prinsarnes blomsteralfabet) gezeichnet hatte, das später zum ABC-Lesebuch und noch später zu einem Adventskalender (julkalender) wurde.

In erster Linie muss man Ottilia Adelborg als Pionierin der gezeichneten Serien für Kinder sehen, die bei ihren Zeichnungen zu Aquarellfarben griff. Aber auch wenn die Bilderbücher Adelborgs als ihre bedeutendsten Werke betrachtet werden, so war sie ab 1903, als sie sich in Gagnef niederließ, auch in anderen Bereichen sehr aktiv, denn sie illustrierte Bücher für Erwachsene, zeichnete Tapetenmuster und gründete dort eine Klöppelschule. Ihre Interessen galten jedoch auch der Kulturgeschichte der Bewohner, die die Künstlerin in Wort und Bild festhielt. Einige Werke von Ottilia Adelborg kann man heute auch im Zornmuseum in Mora finden.


19. März 1488: Johannes Magnus zwischen Katholizismus und Protestantismus 
19. März 1692: Der Bergwerksarzt Johan Moraeus 
19. März 1863: Alfred Hellerström, der Baumeister Helsingborgs 
19. März 1896: Der streitbare Philosoph Fredrik Georg Afzelius 
19. März 1910: Der schwedische Sozialmediziner und Sexologe Gunnar Inghe
19. März 1911: Allan Hernelius macht die SvD zum politischen Organ 
19. März 1914: Der Verein der freidenkenden Frauen Schwedens 
19. März 1922: Der erste Vaslauf zwischen Sälen und Mora wird organisiert

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Mittwoch, 18. März 2015

Die schwedische Sängerin Lykke Li

Lykke Li kam am 18. März 1986 als Tochter der Fotografin Kärsti Stiege und des Musikers Johan Zachrisson unter dem Namen Li Lykke Tomotej Svensson Zachrisson in Ystad zur Welt und verbrachte einen großen Teil ihrer Kindheit in Stockholm, Portugal, Nepal, Indien und Marokko, was sie jedoch nicht davon abhielt in Stockholm ihre Hochschulreife zu machen, wenn auch erst nach einem Wechsel vom Södra Latin zum Fryshuset. Schon um diese Zeit war es für Lykke Li klar, dass sie Musik machen wollte, wobei sie nach dem Abitur jedoch erst einmal für drei Monate nach New York ging um sich dort in der Musikszene umzusehen.

Zurück in Schweden spielte Lykke Li in Klubs und Kulturzentren, was 1907 auch zu ihrer selbst produzierten EP Little Bit führte, eine Platte, die anfangs nahezu unbeachtet blieb. Nur ein Jahr später kehrt die Sängerin zurück nach New York um dort ihr vorbereitetes Album aufzunehmen. Youth Novels war ein Album, das international auf den Markt kam und der Sängerin zu einem enormen Erfolg verhalf, auch wenn es den Kritikern nicht gelang ihren Musikstil wirklich einzuordnen. Die Texte des Albums waren inspiriert von einem persönlichen Verhältnis, das in die Brüche gegangen war und Lykke Li letztendlich auch stark psychisch belastete. Das Album blieb mehrere Jahre lang ein Bestseller und führte die Sängerin zu einer ungezählten Menge an Auftritten auf der Bühne und im Fernsehen.

Lykke Li enttäuschte ihr Publikum auch nicht mit dem zweiten Album Wounded Rhymes, wobei hier nicht nur das Album als solches einen enormen Erfolg hatte, sondern einige der Songs auch für Filme verwendet wurden, denn Get Some konnte man in sechs verschiedenen Fernsehserien hören, Melodies and Desire wurde im australischen Film Griff the Invisible verwendet, Get Some dann erneut in Catwoman des Videospiels Batman und Until We Bleed kam in die US-Fernsehserie Misfits. Lykke Li, die seit zwei Jahren ihren Hauptwohnsitz in Los Angeles hat, veröffentlichte 2014 nicht nur ihr drittes Album I Never Learn, sondern arbeitete gleichzeitig an einer Modekollektion für „Nomaden“ und spielte im schwedischen Film Tommy mit.


18. März 1655: Maria Eleonora von Brandenburg, die schönste Königin Schwedens 
18. März 1862: Der schwedische Künstler Eugène Jansson 
18. März 1907: Eisenbahnraub in Schweden 
18. März 1915: Der erste Meereseisbrecher Schwedens: S/S Sankt Erik 
18. März 1935: Der schwedische Sprachforscher Axel Kock 
18. März 1957: Christer Fuglesang, der erste Schwede im All

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 17. März 2015

Der schwedische Künstler Johan Peter Molin

Johan Peter Molin kam am 17. März 1814 als Sohn eines Bäckers in Göteborg zur Welt und begann seine schulische Ausbildung im Alter von nur dreieinhalb Jahren. Auch wenn sich der Junge sehr begabt zeigte, verließ er auf Grund seiner Schmächtigkeit die Schule bereits im Jahre 1920 und musste ab dieser Zeit bei einem Verwandten in der Landwirtschaft arbeiten, bekam dort aber auch eine weitergehende Bildung geboten. Bei seiner Rückkehr ins Elternhaus begann Molin bei seinem Vater eine Ausbildung als Bäcker und mit zwölf begann er dann bei einem Händler zu arbeiten, der sein Geschäft im Wohnhaus der Familie hatte.

Als Johan Peter Molin dann 16 Jahre alt war, begann er sich Gedanken über seine Zukunft zu machen und kam zur Entscheidung, dass weder Bäcker noch Händler oder Landwirt etwas für ihn war, konnte sich jedoch nicht entscheiden, ob er Musiker, Schriftsteller oder Maler werden sollte, drei Berufe mit denen sein Vater nicht einverstanden war. Molin arbeitete daher weiter wie bisher, besuchte jedoch in seiner Freizeit bei Carl Palmstedt an der damaligen Schule für Kunsthandwerk Chalmers Kurse im Modellieren und Zeichnen. Die berufliche Wende kam jedoch erst im Jahre 1843, als seine Büste von Karl XIV. Johan in der Göteborger Börse zu sehen war und Aufmerksamkeit erweckte.

Die gehobene Schicht Göteborgs ermunterte nun Johan Peter Molin in seinem Kunstbestreben. Molin verkaufte die Bäckerei, die ihm mittlerweile gehörte und begann an der Kunstakademie in Kopenhagen Kunst zu studieren. Molin, der sich seinen Lebensunterhalt immer noch als Bäcker verdienen musste, setzte seine Studien in Paris und anschließend in Rom fort. Das Backen konnte Molin jedoch erst im Jahre 1847 endgültig an den Nagel hängen, denn in diesem Jahr kaufte Karl XV. eines seiner Werke, was für Molin der Beginn einer Künstlerkarriere war, denn anschließend bestellte die reiche Schicht Göteborgs ebenfalls Werke des Künstlers und bald darauf wurden auch Museen in London und Paris auf Molin aufmerksam.


17. März 1650: Die Karriere von Carl Carlsson Gyllenhielm 
17. März 1735: Axel Wrede Sparre und die schwedischen Freimaurer
17. März 1796: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz 
17. März 1858: Harald Molander, ein Leben für das Theater
17. März 1908: Weibliche Polizei in Schweden 
17. März 2005: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur

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Montag, 16. März 2015

Das Motel Gyllene Ratten in Stockholm

Wer heute in Stockholm nach dem Motel Gyllene Ratten sucht, wird erfolglos suchen, da es bereits im Jahre 2007 abgerissen wurde und einem Neubau Platz machte. Nur der Name eines Wohngebietes in Stockholm erinnert noch an diese innovative Einrichtung, die Gustaf VI. Adolf am 16. März 1957 eingeweiht hatte. Sicher ist es unüblich, dass ein König ein Motel einweiht, aber in diesem Fall handelte es sich um das erste Motel nach amerikanischem Vorbild, das in Schweden entstanden war und von weitem an seinem mit Neon beleuchteten Steuerrad zu erkennen war.

Das Motel Gyllene Ratten machte im Laufe seiner 50 Jahre Existenz mehrmals Geschichte, denn man sagt, dass die Köche des zugehörigen Restaurants die Soße Béarnaise nach Schweden brachten, dort arbeitete auch des sogenannte Lasermannen John Ausonius als Tellerwäscher und die Einrichtung des Motels galt als absolut revolutionär, denn die Möbel kamen von der Nordiska Kompaniet und hatten ein eingebautes Radiogerät und die Zimmer hatten voll-deckende Teppiche, was für Schweden um diese Zeit ungewöhnlich war. Den Gästen zudem auch jeden Abend eine Unterhaltung geboten.

Kaum zehn Jahre später ging es jedoch mit dem Gyllene Ratten abwärts, denn die Straße vor dem Motel wurde zur Autobahn ausgebaut, was mit einer enormen Lärmbelastung für die Gäste verbunden war und 1989 übernahm die Stadt Stockholm dann das Gebäude um daraus eine Unterkunft für Flüchtlinge zu machen, die nach Erhalt ihrer permanenten Aufenthaltsgenehmigung auf eine feste Wohnung warteten. 1999 wurde das Gyllene Ratten erneut landesweit bekannt, denn die Polizei konnte dort mehrere tschechische Prostituierte befreien und deckte dort den größten Prostitutionsskandal der schwedischen Geschichte auf, was dem ehemaligen Motel den letzten Schlag versetzte und letztendlich auch zum Abriss führte.


16. März 1596: Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf
16. März 1757: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel 
16. März 1792: Mord auf dem Maskenball
16. März 1835: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum größten Verleger Schwedens 
16. März 1846: Der schwedische Mathematiker Gösta Mittag-Leffler 
16. März 1878: Schweden übergibt seine letzte Kolonie Saint-Barthélemy an Frankreich 
16. März 1940: Selma Lagerlöf, christliche Literatur und Frauenbewegung 
16. März 1968: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens 
16. März 1970: Karl Gustav Ossiannilsson, nationalistisches Denken als Arbeiterliterat 
16. März 1971: Der schwedische Stand-up Künstler Jakob Öqvist

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Sonntag, 15. März 2015

Der schwedische Ministerpräsident Johan Olof Ramstedt

Als Johan Olof Ramstadt am 15. März 1935 starb, konnte er zwar auf ein sehr aktives politisches Leben zurückblicken, musste jedoch auch sein Scheitern als Ministerpräsident Schwedens sehen, ein Amt, das er nicht einmal vier Monate lang inne hatte. Wie mehrere Spitzenpolitiker jener Epoche stolperte auch Ramstedt über Probleme der schwedisch-norwegischen Union, da Schweden über die Union bestimmen wollte ohne die norwegische Einstellung zur Union ernsthaft zu beleuchten. Es war daher logisch, dass auch die Verhandlungen Ramstedts scheitern mussten.

Johan Olof Ramstedt kam am 7. November 1852 im sehr gehobenen Bürgerstand Stockholms zur Welt, machte 1869 seine Hochschulreife und studierte anschließend Jura an der Universität Uppsala, legte dort jedoch auch das Kanzleiexamen ab um in die staatliche Laufbahn eintreten zu können. Anschließend machte Ramstedt als Jurist Karriere und wurde 1896 zum Expeditionschef des Justizministeriums ernannt. Als Erik Gustaf Boström dann Ministerpräsident Schwedens wurde, ernannte dieser Ramstedt zum beratenden Staatsrat, was wiederum dazu führte, dass der Politiker zeitweise auch das Amt des Außenministers einnahm.

Als Boström dann jedoch 1905 auf Grund der unlösbaren Probleme mit der schwedisch-norwegischen Union von seinem Amt als Ministerpräsident zurücktrat, schien Johan Olof Ramstedt der einzige Politiker zu sein, der das Problem lösen konnte ohne dass Schweden das Gesicht verlor, denn Ramstedt hatte sehr gute Kontakte zu den führenden Politikern Norwegens und er er hatte ein gutes Verhältnis zum Kronprinzen, dem späteren Gustav V., auch wenn er die Meinung des Kronprinzen in den Unionsfragen nicht in voller Linie teilte. Der Plan Ramstedts die Union auf eine elegante Weise aufzulösen, scheiterte jedoch am geheimen Ausschuss, der vom ultrakonservativen Christian Lundeberg geleitet wurde und die Regierung zum Sturz brachte, mit der berechtigten Hoffnung anschließend selbst zum Ministerpräsidenten ernannt zu werden.


15. März 1568: Johannes Bureus, Runensteine und Grammatik
15. März 1568: Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik
15. März 1724: Anders af Botin und die Geschichtsschreibung Schwedens
15. März 1821: Abraham Niclas Edelcrantz, der Skalde des Königs Gustav III.
15. März 1850: Carl Bildt, Diplomat, Schriftsteller und Kammerherr
15. März 1907: Zarah Leander, eine Karriere in Deutschland
15. März 1931: Unterwegs auf dem Göta Kanal
15. März 1999: Der erste Nachrichtenkanal Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

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Samstag, 14. März 2015

Sten Carl Bielke, Wissenschaftler und Politiker

Sten Carl Bielke wurde am 14. März 1709 als Sohn eines Regierungspräsidenten in Stockholm geboren, wobei der Vater allerdings bereits starb als der Junge neun Jahre alt war. Dennoch erhielt Bielke eine dem Rang seines Vaters entsprechende Erziehung und Ausbildung, was bedeutete, dass er nach acht Jahren Studien an der Universität Uppsala und einem Aufenthalt im Ausland an der Königlichen Bibliothek angestellt wurde. Da sich Bielke kaum als Bibliothekar eignete, wechselte er bald darauf seine Laufbahn und begann als Jurist Karriere zu machen. Um diese Zeit wurde Freiherr Bielke auch in der Politik aktiv und stützte dabei die Partei der Mützen.

Als Reichstagspolitiker zeichnete sich Sten Carl Bielke dadurch aus, dass er als erbitterter Kriegsgegner auftrat und dagegen kämpfte, dass die Mitglieder des geheimen Ausschusses als Vertreter der Stände auftraten. Bielke ging sogar so weit zu fordern, dass der geheime Ausschuss beim folgenden Reichstag erst einen Rechenschaftsbericht abgeben musste bevor die neuen Mitglieder des nächsten geheimen Ausschusses gewählt werden konnten. Bielke wollte damit erreichen, dass die Mitglieder des Ausschusses verantwortungsbewusst arbeiteten und nicht in den Verdacht von einseitigem Verhalten und Korruption gerieten.

Auch wenn Sten Carl Bielke im Staatsdienst arbeitete, hatte er sich seit seiner Studentenzeit für Naturwissenschaften interessiert und dieser auch seine gesamte Freizeit gewidmet. Als enger Freund von Carl von Linné unterstützte er diesen auch bei seinen Arbeiten an der Systematik der Pflanzen und sammelte selbst die verschiedensten Samen während seiner Reisen, die er anschließend an Linné weitergab. Im Jahre 1739 war Bielke dann auch einer der sechs Gründungsmitglieder der Wissenschaftsakademie, die in Schweden, nach dem Vorbild anderer Länder, die Verbreitung der Naturwissenschaften fördern.


14. März 1707: Der schwedische Sprachforscher Johan Ihre 
14. März 1807: Josefina von Leuchtenberg wird Königin in Schweden
14. März 1812: Der Bischof und Sprachforscher Carl Gustaf Nordin 
14. März 1816: Bernhard Elis Malmström, von der klassischen Lyrik zum Realismus 
14. März 1848: Laura Fitinghoff, Kinderbücher aus Nordschweden 
14. März 1907: Der nordschwedische Schriftsteller Björn-Erik Höijer 
14. März 1918: Die erste Anwältin Schwedens 
14. März 1922: Mäster Palm, der Schneider wird zum Agitator

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Mit Stena Line nach Schweden

Freitag, 13. März 2015

Der Kinodirektor Anders Sandrew

Anders Sandrew kam am 13. März 1885 als Sohn eines Landarbeiters unter dem Namen Anders Andersson in Vendel bei Uppsala zur Welt und entschied sich bereits in seiner Jugend nach Stockholm zu ziehen, in der Hoffnung dort eine sinnvollere und bessere Zukunft zu finden. Andersson gründete dort, gemeinsam mit seinem Bruder, ein Lebensmittelgeschäft, das eigentlich Andersson & Andersson heißen sollte. Da es jedoch diese Firmenbezeichnung bereits gab, suchte Anders in den Regalen nach einem sinnvollen Namen und landete bei einer Flasche Portwein auf der Sandrew zu lesen war. Anders Andersson wurde damit Anders Sandrew und die Firma wurde als Andersson & Sandrew eingetragen.

Das Geschäft blühte und bereits in den 20er Jahren konnte Anders Sandrew Immobilien in Stockholm erwerben, unter anderem ein Eckgebäude auf Kungsholmen. Allerdings benutzte Sandrew das Gebäude nicht für Wohnungen, sondern er richtete dort 1925 sein erstes Kino ein, das den Namen Metropol erhielt. Nur zehn Jahre später besaß Sandrew 16 Kinos in der schwedischen Hauptstadt, darunter die beiden Premierenkinos Astoria und Royal. Um in seinen Kinos etwas besonderes bieten zu können, schloss Sandrew einen Vertrag mit Europa Film und leistete für jeden schwedischen Film der gerade gedreht wurde eine Vorauszahlung, die die Produktion stützte, ihm aber das Recht zur Premiere bot.

Anders Sandrew begnügte sich jedoch nicht damit nur Filme zu zeigen, sondern wurde Teilhaber in Produktionsgesellschaften und kaufte letztendlich sogar billig ein Studio das in Konkurs gegangen war. Schon 1937 gründete Sandrew dann, gemeinsam mit dem Regisseur Schamyl Bauman, das Unternehmen Sandrew-Biograferna AB, das sich in den 40er und 50er Jahren zum bedeutendsten Filmunternehmen Schwedens entwickeln sollte und bis zu 15 Filmen pro Jahr produzierte. Aber auch sein Kino-Imperium weitete sich aus und brachte bedeutende Gewinne, da er die Säle im Sommer auch an Theatergesellschaften vermietete. Sandrew setzte jedoch auch auf das Theater und kaufte 1942 das Södra Teatern und 1947 auch das Oscarsteatern.


13. März 1809: Revolution in Schweden 
13. März 1822: Nils Lorens Sjöberg und die schwedische Lyrik Ende 
13. März 1848: Der schwedische Künstler Johan Niclas Byström
13. März 1854: Der schwedische Sprachforscher Adolf Noreen 
13. März 1942: 17 schwedische Tageszeitungen werden beschlagnahmt 
13. März 1974: Die schwedische Popsängerin Linda Bengtzing

Copyright: Herbert Kårlin