Montag, 13. Januar 2014

König Gustav III. will die Macht nicht teilen

Gustav III. wurde nach dem Julianischen Kalender am 13. Januar 1746 im Wrangelska Palast in Stockholm geboren (entspricht heute dem 24. Januar) und gehört zu den meist diskutierten Königen Schwedens, nicht zuletzt deswegen, weil er 1772 durch einen Staatsstreich die gesamte Macht über das Land übernahm und dabei nicht nur die Regierung absetzte und dem Adel die Macht nahm, sondern dabei auch die erste schwedische Partei zwangsweise auflöste und später einen unbeliebten Krieg gegen Russland begann.

König Gustav III., der auch als der Theaterkönig bekannt wurde, gilt als einer der gebildetsten und kulturinteressiertesten Könige Schwedens, der lediglich das Problem hatte sich als unfehlbar zu betrachten, was sich auch dadurch ausdrückte, dass er sich als König von Gottes Gnaden betrachtete. Der dem französischen Königshaus nahestehende Gustav III. begann sehr früh aktiv die Politik Schwedens zu beeinflussen und nahm mit Sicherheit bereits mit 20 Jahren an allen bedeutenden Verhandlungen teil und war daher beim Tod des Vaters Adolf Fredrik am 12. Februar 1771 sehr gut auf seine neue Rolle vorbereitet.

Obwohl sich Gustav III. bereits mit seinem Staatsstreich unzählige mächtige Feinde gemacht hatte, brach der Kampf des Adelstandes gegen den König erst mit dem Russischen Krieg zwischen 1788 und 1790 richtig aus, ein Widerstand, der im Winter 1791/1792 zu den Mordplänen am König führte und mit seinem Mord während des Maskenballs am 16. März 1792 endete. Der König starb am 29. März 1792 an seinen Verletzungen. Da Gustav III., unter anderem, die Svenska Akademien gründete und zahlreiche andere kulturelle Einrichtungen auf ihn zurückführen, gehört er zur Gruppe der schwedischen Könige, die indirekt bis heute in Schweden ihren Einfluss ausüben.


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Copyright: Herbert Kårlin

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