Montag, 16. Februar 2015

Der Kriegsheld Georg Carl von Döbeln

Als Georg Carl von Döbeln am 16. Februar 1758 in Stockholm in Armut starb, hatte das schwedische Volk seinen größten Kriegshelden der Zeit vergessen, obwohl er während seiner aktiven militärischen Arbeit und der Teilnahme an drei schwedischen und einem französischen Krieg ein ungeahntes Heldentum gezeigt hatte und ein Vorbild des Landes war. Erst als Johan Ludvig Runeberg im Jahre 1848 das Epos Fänrik Ståls sägnar schrieb, das an den Helden und die Schlacht bei Jutas erinnerte, wurde von Döbeln wieder als Kriegsheld anerkannt, eine Ehre, die ihm bis heute erhalten blieb.

Georg Carl von Döbeln kam am 29. April 1758 auf Gut Torpa in Segerstad zur Welt. Als er acht Jahre alt war, starb ein Vater und die Verwandten entschieden, dass der Junge zum Priester ausgebildet werden sollte. Da sich jedoch nach wenigen Jahren zeigte, dass dieser sich kaum für diesen Beruf interessierte, jedoch einer Neigung zur Kriegsführung hatte, durfte von Döbeln ab 1773 in Karlskrona eine Ausbildung zum Offizier machen, die er nur zwei Jahre später mit Erfolg abschloss. Als die Verwandtschaft ihn jedoch anschließend zur juristischen Laufbahn zwingen wollte, stellte er an Gustav III. den Antrag auf eine vorzeitige Mündigkeit und die Chance eine militärische Laufbahn einzuschlagen. Obwohl man damals erst mit 21 Jahren volljährig wurde, stimmt der König dem Antrag des Jugendlichen zu und dieser konnte sich dem Druck der Verwandtschaft entziehen.

Da Georg Carl von Döbeln aktiv in der Kriegsführung teilnehmen wollte, ging er 1778 nach Frankreich um in der amerikanischen Revolution eingesetzt zu werden, auch wenn er dann in letzter Minute zu Kämpfen nach Indien geschickt wurde. Als jedoch Gustav III. 1788 in den Krieg gegen Russland zog, kehrte von Döbeln zurück nach Schweden. Nach einer schweren Verletzung am Kopf, trug der zum Major ernannte von Döbeln immer ein schwarzes Seidenstirnband, das ihn zum bekanntesten Kriegsherren Schwedens machte. Nach Ende des russischen Krieges setzte von Döbels Karriere 1808 mit dem Finnischen Krieg fort bei dem er die dritte  Brigade führte und zum Generalmajor aufstieg. Der letzte Krieg an dem von Döbeln dann teilnahm war der zweite Krieg Napoleons, als der Schwede die Truppen in Mecklenburg befehligte bei dem jedoch seine Loyalität zu Karl XIV. Johan in Frage gestellt wurde. Das Leben des Befehlshabers kam 1941 auf die Bühne des Dramaten und wurde nur ein Jahr später auch verfilmt.


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Copyright: Herbert Kårlin

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