Montag, 20. Februar 2017

Die schwedische Künstlerin Idun Lovén

Als Idun Lovén am 20. Februar 1988 in Solna starb, war sie weniger als freischaffende Künstlerin bekannt, sondern ihr Name wurde sehr eng mit der Kunstschule Idun Lovén in Stockholm verbunden, die die Künstlerin bereits 1958 übernommen, mit dem Lehrfach Skulptur erweitert und zu einer der renommiertesten Kunstschulen Schwedens gemacht hatte. Erst wenige Jahre vor ihrem Tod hatte Lovén auch das Unterrichten aufgegeben und war als Direktorin der Schule zurückgetreten. Die bedeutendste Schaffenszeit Lovéns als schaffende Künstlerin liegt daher in den 50er Jahren, auch wenn Lovén bis ins hohe Alter weiterhin malte.

Idun Lovén war am 12. April 1916 als siebte Tochter eines Lehrers in Växjö zur Welt gekommen und begann erst im Alter von 21 Jahren eine Kunstausbildung in Linköping. Ihr Weg zur Kunst blieb auch nach der Grundausbildung bei Leoo Verde ungewöhnlich, da Lovén kein Studium an der Kunstakademie anstrebte, sondern von 1939 bis 1939 zur Handwerks- und Kunstindustrieschule in Oslo besuchte, sich anschließend in der Malerschule Otto Sköld in Stockholm einschrieb und ihre Ausbildung 1946 bei Isaac Grünewald vervollständigte. Mitte der 50er Jahre verbrachte die Künstlerin noch einige Monate in Paris bevor sie ganz zurück nach Schweden kam.

Auch wenn Idun Lovén vor allem als Landschaftsmalerin bekannt war, so hinterließ sie auch zahlreiche Stillleben und Porträts. Da die Künstlerin keiner klaren Kunstlinie nachging und selbst ihre Landschaftsbilder, die in Lappland, im Småland, den Schären vor Stockholm und anderen Gegenden Schwedens entstanden, nicht der akademischen Vorstellung von Kunst folgten, gelang es Lovén auch nicht sich mit ihren Gemälden in Künstlerkreisen durchzusetzen. Die große Breite ihres Schaffens und ihrer Kenntnisse waren jedoch ein enormer Vorteil bei ihrer Arbeit als Kunstpädagogin, da Lovén in der Lage war Kunst weitaus weniger in Regeln einzuschließen als andere Künstler, sondern die Kreativität förderte, was sicher auch dazu führte, dass die Kunstschule Idun Lovén so gut besucht wurde.


20. Februar 1513: Johan II. von Schweden, König für vier Jahre
20. Februar 1636: Die Entwicklung der schwedischen Post
20. Februar 1816: Anders Jönsson und die schwedische Textilindustrie
20. Februar 1856: Carl David Skogman und wie Wirtschaftspolitik Schwedens
20. Februar 1866: Der schwedische Architekt Carl Westman
20. Februar 1903: Der schwedische Maler Gotthard Werner
20. Februar 1916: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises
20. Februar 1917: Gustaf von Platen, journalistische Romane ohne Skandale
20. Februar 1955: Klas Östergren, das exzentrische literarische Genie

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Februar 2017

Der Globen in Stockholm

Am 19. Februar 1989 wurde eines der bekanntesten Gebäude Stockholms eingeweiht, das allgemein als Globen bekannt ist, auch wenn sein Gesamtname Ericsson Globe ist, nachdem der ursprüngliche Name Stockholm Globe Arena sich nicht richtig durchsetzen konnte. Als Attraktion des Globen gilt heute allerdings weder das Bauwerk, noch die Veranstaltungen, die dort abgehalten werden, sondern die Gondeln, genannt Skyview, die 2010 den Globen vervollständigten und das Gebäude von außen erklimmen um auf einer Höhe von 85,2 Meter über der Erde einen gigantischen Ausblick zu bieten, zumindest bei schönem Wetter.

Auch wenn der Globen eigentlich aus mehreren Bauten besteht, so versteht man darunter vor allem die gigantische Kuppel, den eigentlichen Globus, der einen Durchmesser von 110,4 Metern und eine Höhe von 85,2 Meter aufweist und vor allem aus Beton, Stahl, Aluminium, Gips und Glas besteht. Noch bevor die Gondeln auf den Globen fuhren, fand man hier für einige Monate eine weitere Attraktion, ein typisches rotes schwedisches Häuschen (Stuga), das der Künstler Mikael Genberg 2009 auf der höchsten Stelle des Bauwerks errichtet hatte um einem hochmodernen Bau die schwedische Tradition hinzuzufügen, die gewissermaßen den Globen dominiert.

Der Globen in Stockholm ist eine Multiarena, die sich für die unterschiedlichsten Ereignisse eignet, angefangen von sportlichen Ausscheidungen bis zu Konzerten von Weltkünstlern. Im optimalen Fall finden im Inneren des Globen über 16.000 Personen Platz. Bei großen Ereignissen ist der Globen, der bis 2009 nur rote Zahlen einbrachte, grundsätzlich ausgebucht.Als eines der wichtigsten regelmäßigen Ereignisse im Globen zählt die jährliche Endausscheidung des Melodifestivalen, die schwedische Endausscheidung für die Teilname am Eurovision Song Contest, der sowohl im Jahr 2000, als auch 2016, ebenfalls in diesem Globus ausgetragen wurde. Beim Anflug in Bromma ist der Globen heute geradezu ein Wahrzeichen Stockholms geworden.


19. Februar 1719: Georg Heinrich von Görtz wird hingerichtet
19. Februar 1733: Der schwedische Botaniker Daniel Solander
19. Februar 1734: Nils Philip Gyldenstolpe in adeligem Kreis
19. Februar 1841: Elfrida Andrée und der frühe Feminismus Schwedens
19. Februar 1859: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
19. Februar 1865: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern
19. Februar 1930: Kjell Espmark, ein Leben für eine unsterbliche Literatur
19. Februar 1978: Arvid Olson und die Filmanimation in Schweden
19. Februar 1990: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 18. Februar 2017

Hans Larsson, Philosoph und Schriftsteller

Hans Larsson wurde am 18. Februar 1862 als Sohn eines Landwirts in Östra Klagstorp geboren und schrieb sich, nach der Hochschulreife an der Kathedralschule in Lund, an der Universität Lund ein um dort Philosophie zu studieren. Als Larsson 1893 den Doktor in Philosophie erworben hatte, wurde er auch zum Dezent in theoretischer Philiosphie an der Kronoberg Volkshochschule. Acht Jahre später, und einem Lehrauftrag in Uppsala, wurde Larsson dann im gleichen Fach zum Professor an der Universität Lund ernannt.

Der Philosoph Hans Larsson war ein starker Verfechter der Literatur und der philosophischen Denkweise der Zeit um 1880 und stellte Intuition und Ästhetik in Zusammenhang mit dem Kulturradikalismus, der diese Zeit prägte. Dabei stellte sich der Philosoph auch gegen die Denkweise von Verner von Heidenstam und Ola Hansson. Auf Grund seiner einfachen Herkunft war Larsson auch bereit die Philosophie in den Alltag zu bringen und einer breiten Schicht näher zu bringen, im Gegensatz zu Philosophen rein akademischer Herkunft. Dies verhalf Larsson auch dazu gewissermaßen eine eigene philosophische Richtung zu schaffen und die Denkweise innerhalb der Philosophie zu erneuern.

Hans Larsson gehört zu den wenigen Philosophen, die auch zur Belletristik griffen um ihre Denkweise nach außen zu tragen, wobei er mit seiner Logik, als bodenständiger Romantiker, auch gegen die Zeitströmung lief, da er die starke Nationalromantik, die immer mehr zu nationalistischen und antidemokratischen Gedanken führte, in dieser Konsequenz ablehnte. Dies zeigt sich auch sehr deutlich ab etwa 1910, als Larsson immer mehr in die politische Debatte einsteigt und seine Meinung auch in der Tagespresse ausdrückt. Dieser Charakterzug verhinderte es auch weitgehend dass Larsson, der am 16. Februar 1944 in Lund starb, innerhalb der Philosophie die Ehre erhielt, die ihm eigentlich zusteht.


18. Februar 1527: Peder Jakobsson wird als Staatsfeind hingerichtet
18. Februar 1602: Per Brahe der Jüngere und Visingsö im Vättern
18. Februar 1860: Anders Zorn, der internationalste Maler Schwedens
18. Februar 1862: Die Männergesellschaft Concordia in Örebro
18. Februar 1908: Das Dramaten in Stockholm, das Nationaltheater Schwedens
18. Februar 1928: Die schwedische Künstlerin Karin Larsson
18. Februar 1956: Ted Gärdestad und der Tod unter der Eisenbahn
18. Februar 1960: Per Hallström, der Schriftsteller der nordischen Schwermut
18. Februar 1981: Ebba von Sydow, Trendbücher die eine Generation beeinflussen

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 17. Februar 2017

Der Ritter, Jurist und Reichsrat Karl Ulfsson till Tofta

Karl Ulfsson till Tofta wurde am 17. Februar 1410 im Alter von etwa 90 Jahren im Kloster Vadstena begraben. Auch wenn sein Alter durch verschiedene Dokumente glaubhaft ist, so ist weder das Geburtsdatum, noch das Sterbedatum des Reichsrats Ulfsson till Tofta bekannt. Wenige Jahre vor seinem Tod unterzeichnete der Ritter noch im Auftrag des Königs Albrecht von Mecklenburg das Dokument das die Kalmarer Union einleitete, die knapp 126 Jahre lang die drei nordischen Reiche Schweden, Norwegen und Dänemark politisch miteinander verknüpfte.

Der Ritter Karl Ulfsson till Tofta wurde vermutlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts als Sohn eines Reichsrats geboren und gehörte zu den wenigen Personen seiner Epoche die schreiben und lesen konnten. Diesem Umstand verdankte er es auch in Paris Jura studieren zu können, bevor er in Schweden im näheren Kreis des Hofes zu arbeiten begann. Sein wahrer Aufstieg begann jedoch erst nachdem Ulfsson till Tofta nach einer politischen Affäre des Landes verwiesen worden war und sich deswegen nach Mecklenburg begab und zur Gruppe gehörte, die Albrecht von Mecklenburg zur Krone Schwedens verhalf.

Zum Dank für seine Dienst wurde Karl Ulfsson till Tofta vom König 1364 zum Marschall und zum Vogt Stockholms ernannt. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts war der Ritter nicht nur zusätzlich der Oberste Richter im Uppland geworden, sondern er nahm auch an nahezu allen wichtigen Treffen der Zeit teil, unter anderem beim Treffen in Nyköping im Jahre 1396 (Nyköpings Recess) bei dem die Grundlage für die Kalmarer Union geschaffen wurde und Teile des schwedischen Reiches neu verteilt wurden. Auch der Königin wurde bei dieser Gelegenheit ihre Morgengabe wieder zugesprochen.


17. Februar 1347: Die Geschichte der Kupfergruben in Falun
17. Februar 1753: Schweden greift zum Gregorianischen Kalender
17. Februar 1859: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes
17. Februar 1893: Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens
17. Februar 1931: Hitler und Goebbels erhalten in Stockholm Redeverbot
17. Februar 1973: Die schwedische Sängerin Shirley Clamp
17. Februar 1992: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 16. Februar 2017

Die schwedische Schriftstellerin Katarina von Bredow

Katarina von Bredow kam am 16. Februar 1967 als Tochter eines Typographen und dem Namen Petra Lindén in Aneby zur Welt. Mit elf Jahren kam von Bredow mit ihrer Mutter nach Jönköping, wo sie sehr bald den um 36 Jahre älteren Journalisten Einar von Bredow kennenlernte. Als die spätere Schriftstellerin 15 Jahre alt war, zog sie zu von Bredow nach Sigtuna und machte dort auch ihre Hochschulreife, ein Jahr nachdem sie von Bredow in Paris geheiratet hatte. Anschließend zog das Ehepaar nach Stockholm und Katarina von Bredow schrieb sich an der Kunsthochschule ein um dort Malerei, Zeichnen, Skulptur, Fotografie und Kunstgeschichte zu studieren, ein Studium, das sie jedoch 1989 abbrach um mit ihrem Mann für einige Jahre nach Spanien zu ziehen.

Auch wenn Katarina von Bredow bereits mit 15 Jahren begonnen hatte einen Liebesroman zu schreiben, machte sie sich erst in Spanien ernsthaft an die Arbeit diesen Roman auch fertigzustellen, der 1991 unter dem Titel Syskonkärlek (deutsch: „Ludvig meine Liebe“) erschien. Anfang der 90er Jahre hatte von Bredow auch einige Kunstausstellungen ihrer Werke, bis die Schriftstellerei die Oberhand gewann und die Kunst immer mehr in den Hintergrund geriet. Das Buch Syskonkärlek wurde von der Kritik sehr gemischt aufgenommen, da die Schriftstellerin hier ein Tabuthema gewählt hatte hatte, die Liebe zwischen Geschwistern, die die moralisch festgelegte Grenze überschreiten.

Noch in den 90er Jahren scheiterte die Ehe. Katarina von Bredow fand im 22 Jahre älteren Kjell Andersson eine neue Liebe und zog mit ihrem zweiten Mann nach Norregård, wo sie sich weiterhin der Schriftstellerei widmete. Erstaunlicherweise schrieb von Bredow nun vor allem Jugendbücher ohne je das Thema der jungen Liebe zu verlassen, ein Thema, das sie nie selbst erlebt hat und daher auch immer wieder zu Kritik führte, der Schriftstellerin jedoch auch bereits zahlreiche Jugendbuchpreise einbrachte. 2013 erschien von Bredows Buch Som jag vill vara, das ähnlich ihrem Erstlingswerk, zu einer starken Reaktion der Kritik und der Leser führte, da in diesem Buch eine 15-jährige schwanger wird und das Kind behalten will, was viele als Zeichen betrachten dass von Bredow eine christliche Abtreibungsgegnerin sei, was die Autorin allerdings nicht so sieht, auch wenn sie bei einem zweimonatigen Embryo davon spricht durch Abtreibung ein Kind zu töten.


16. Februar 1758: Der Kriegsheld Georg Carl von Döbeln
16. Februar 1862: Die politisch satirische Zeitung Söndags-Nisse
16. Februar 1869: Oscar Patric Sturzen-Becker, ein literarischer Revolutionär 
16. Februar 1880: Hjalmar Lundgren, Literatur und Lakalpatriotismus aus Norrköping 
16. Februar 1895: Fredrik August Dahlgren, der Forscher der schwedischen Sprache 
16. Februar 1945: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat 
16. Februar 1957: Ingmar Bergmans Film „Das siebente Siegel“
16. Februar 1962: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen 
16. Februar 1969: Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten)
16. Februar 1981: Die schwedische Leichtathletin Sanna Kallur
16. Februar 1987: Carl von Linné ersetzt König Gustav II. Adolf 
16. Februar 1999: Björn Afzelius und politische Kritik

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 15. Februar 2017

Der schwedische Künstler Alfred Nyström

Als Alfred Nyström an 15. Februar 1897 im Alter von 52 Jahren in Djursholm starb, galt er als einer der bedeutendsten Skulpteure seiner Zeit, der bereits mit seinem ersten Werk den Durchbruch hatte, seiner Bellman-Statue für die August Strindberg Modell saß und bis heute in Stockholm betrachtet werden kann. Im Gegenzug findet man in Strindbergs Roman Tjänstekvinnans son (Der Sohn einer Magd) auch den Künstler, auch wenn dabei der Vorname Alfred zu Albert wurde. Neben seinen großen Skulpturen schuf Nyström auch zahlreiche Porträtbüsten von denen man einige auch im Kunstmuseum Göteborg entdecken kann.

Alfred Nyström kam am 11. März 1844 als Sohn eines Schmiedes in Medevi im Östergötland zur Welt, wobei allerdings bei der Geburt kurz nach der Hochzeit der Eltern das Gerücht kursierte, dass der wahre Vater ein Kurgast war. Auch wenn Nyström bereits als Kind deutlich seine Neigung zur Kunst zeigte, so war er, aus finanziellen Gründen, gezwungen, ohne längere Schulbildung sehr früh als Schmied zu arbeiten. Dass Nyström 1866 bei Johan Peter Molin an der Kunstakademie in Stockholm Skulptur studieren konnte, verdankte er Axel Dickson, dem Besitzer des edlen Gutes des Ortes, denn dieser hatte die Fähigkeiten Nyströms früh erkannt und sollte ab der frühen Jugend des späteren Künstlers sein Mäzen sein.

Nach dem Erfolg mit seiner ersten Statue studierte Alfred Nyström drei Jahre lang in München, wo er für eines seiner Werke den ersten Preis erhielt, und arbeitete dann von 1875 bis 1884 in Rom, wobei er diese Aufenthalte ebenfalls seinem Mäzen Dickson verdankte. 1885 kehrte Nyström dann endgültig nach Stockholm zurück und stellte dort mehrmals seine Werke aus. 1889 wurde Nyström auch in die Kunstakademie gewählt und hatte damit die höchste Stufe eines Künstlers erreicht. Allerdings sind nicht alle seine Skulpturen wirklich künstlerische Werke, denn für seine Versorgung stellte Nyström auch zahlreiche Gebrauchsskulpturen und Porträtbüsten her.


15. Februar 1362: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten
15. Februar 1700: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
15. Februar 1794: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
15. Februar 1819: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens
15. Februar 1820: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
15. Februar 1893: Hans von Euler-Chelpin erhält den Nobelpreis in Chemie
15. Februar 2004: Hasse Ekman, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 14. Februar 2017

Der schwedische Künstler Carl Brandt

Carl Brandt kam am 14. Februar 1871 als Sohn eines Schneiders und unter dem Namen Carl Svensson in Locketorp zur Welt und begann nach der Grundschule eine Lehre als Maler. Mit 18 Jahren richtete sich der Handwerker dann eine Werkstadt in Örebro ein und machte sich selbständig. Bereits um diese Zeit begann er, parallel zum Handwerk, auch Gemälde in Aquarell und in Pastell zu malen, die ihm ein zusätzliches Einkommen brachten, das bald die Einnahmen aus dem Handwerk überstieg.

Im Jahre 1890 änderte der Künstler seinen Namen von Carl Svensson in Carl Brandt, ein Name, der ab dieser Zeit auch in sämtlichen Kirchenbüchern zu finden ist. Als Brandt dann vier Jahre später die adelige Ida Rudbeck heiratete, war er bereits ein anerkannter Künstler und hatte das Handwerk zur Seite gestellt. Brandt hatte sich vor allem einen Namen als Landschaftsmaler gemacht, wobei bei seinen Bildern die schwedische Landschaft mit seinen roten Häuschen am See, umgeben von einem Tannenwald, dominierte, oft verbunden mit einem Sonnenuntergang, der geradezu ein Zeichen des Künstlers wurde.

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Schweden immer mehr Ansichtskarten geschrieben wurde, erhielt auch Carl Brandt zahlreiche Aufträge für Ansichtskarten mit Landschaften. Insgesamt verwirklichte der Künstler im Laufe seines Leben rund 200 Ansichtskarten. Nach dem Tod seiner Frau zog Brandt für einige Jahre nach Stockholm, wo er seine zweite Frau traf, mit der er 1912 nach Hässelby zog um dort sein Atelier einzurichten. In Hässelby entstanden dann nicht nur einige der interessantesten Gemälde der Künstlers, sondern Brandt war dort auch in zahlreichen Vereinen aktiv. Im dortigen Kino findet man noch heute ein Wandgemälde des Künstlers, der am 13. Februar 1930 an einem Gallenleiden in Stockholm starb.


14. Februar 1805: Carl Eneas Sjöstrand und das finnische Kalevala
14. Februar 1844: Der schwedische Ministerpräsident Robert Themptander 
14. Februar 1900: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
14. Februar 1944: Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall
14. Februar 1947: Die schwedische Schriftstellerin Majgull Axelsson
14. Februar 1960: Sven Lidman, ein Nihilist wird zum Autor von Psalmen
14. Februar 1995: Metro, die kostenlose Tageszeitung Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin